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Meine Woche 17/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

die vergangene Woche ist vorüber und der Tanz in den Mai steht an. Daher war ich heute im Harz um mich davor noch etwas zu entspannen. Die Sommerrodelbahn in Sankt Andreasberg macht schon richtig Spass. Darum komme ich erst jetzt zu meinem Wochenrückblick – Wie immer fange ich mit den News rund um Apple an.

Tim Cook hat Anfang der Woche wohl den Überweisungsbutton gedrückt. Denn die erste Tranche der 13 Mrd. € Steuern, die Irland auf Druck der EU-Kommission von Apple zurückfordern muss, ging an Irland. Der irische Finanzminister wird die Nachzahlung auf einem Treuhandkonto deponieren. Irland ist, im Gegensatz zu der EU, der Meinung, dass es sich hierbei nicht um einen illegalen steuerlichen Wettbewerbsvorteil handle. Da Irland sich aber als vollwertiges Mitglied der EU mit allen seinen Rechten und Pflichten verstehe, habe es sich dem Druck der Kommission gebeugt und leiste nun Folge. Die Einrichtung eines Treuhandkonto habe man gemeinsam mit Apple entschieden, da Irland sich nach wie vor immer noch weigert bzw. keinen unlauteren Wettbewerb anerkennt. Die 13 Mrd. € sollen bis Ende des Jahres 2018 vollständig auf dem Treuhandkonto eingehen und solange dort lieben bleiben, bis Irland und die EU-Kommission  sich abschließend geeinigt haben. Diese Entscheidung wird mit Sicherheit ein Signal für die Attraktivität des Standorts Irland aussenden, haben doch zahlreiche internationale Konzerne wie Google, Amazon, Sixt usw. dort ihre EU-Hauptniederlassung.

Einen herben Dämpfer erlitt die MacBook-Sparte. Das Laptop Mag veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking für alle Notebook-Hersteller. Nachdem man 2016 auch nur den fünften Platz erringen konnte geht es für 2017 nochmal zwei Plätze weiter nach hinten auf Platz sieben. Dabei dürfte das Argument der fehlenden Innovation einem Schlag ins Gesicht gleichkommen. Dazu kommt die Fehleranfälligkeit der angepriesenen „Innovation“, Stichwort Butterfly-Tastatur, sowie der Fakt, dass es kein MacBook mit aktueller Hardware für unter 1000,00€ gibt. Das kann der nach wie vor gute (zu dem Punkt habe ich definitiv eine andere Meinung) Kundensupport nicht kompensieren.

Das Intel nun den Marktstart der Plattform „Cannon Lake“ verschieben muss, da die neue Fertigungstechnik im 10 nm-Verfahren in diesem Jahr keine Massenproduktion erlaubt, ist wenig hilfreich. Denn somit wird es zeitnahe kein MacBook Pro mit 32 GB RAM geben können womit diesbezüglich eine Aktualisierung des Produktportfolios in 2018 auszuschließen sein dürfte.

Dabei ist „günstigere“  und aktuelle Hardware essentiell wichtig im Kampf um Marktanteile. Das muss Apple gerade auf dem einstigen Boom-Markt China schmerzlich erfahren. Von Tim Cook einst als wichtigster Markt (durch die Masse an Kunden) auserkoren, erlebte das gesamte Smartphone-Geschäft einen deutlichen Rückgang von 21% im ersten Quartal 2018. Somit ist Apple in dem Markt nicht einmal mehr der viertstärkste Anbieter

Außerdem verkündete man die Einstellung aller AirPort-Modelle sowie die nun vollständige Auflösung der Abteilung. Schon Ende 2016 wurde ein Großteil der Mitarbeiter auf andere Abteilungen aufgeteilt, wobei die meisten Mitarbeiter der Apple TV-Abteilung zugeordnet wurden. Apple verkauft nun nur noch die Restbestände ab und verweist dann auf die Modelle von Dritt-Anbietern die auch schon seit einiger Zeit im Apple Online Store entsprechend vermarktet werden. Das ist meiner Meinung nach ein großer Fehler.

Gerade hier hatte Apple durch das Angebot von Soft- und Hardware alle Trümpfe in der Hand. Durch die integrierte Software „Time Machine“ und dem „AirPort-Dienstprogramm“ war es eigentlich auch jedem unbedarften User möglich, sein eigenes Heimnetzwerk inklusive des Backups einzurichten. Alles war mit wenigen Klicks und Dateneingaben aufgrund der maximalen Kompatibilität eingerichtet; sogar Drucker konnten spielend leicht eingebunden werden. Die Sparte war sicherlich kein Wachstums-Treiber, doch eminent wichtig um das Öko-System in allen Aspekten anzubieten und dem Kunden ein Rundum-Sorglos Paket anzubieten – Alles aus einer Hand. Warum Apple gerade in dem Bereich Netzwerk solch ein Trumpf aus der Hand gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Jede Drittanbieter-Lösung erfordert einfach mehr Arbeit und letztendlich auch mehr eigenes Know-How des Kunden bei erhöhter Fehleranfälligkeit.

Da ist die Hardware-Empfehlung von Apple nicht wirklich tröstlich denn seit Jahren bekannt. WPA2-Verschlüsselung, nach Möglichkeit Dual-Band Frequenzen sowie MIMO-Antennen sind die Anforderungen, die Mac- und iPhone-User an Drittanbieter-Hardware stellen sollen….

Netzwerk ist aber das richtige Stichwort. AirPlay 2 sollte ja bekanntlich mit iOS 11 im Herbst 2017 erscheinen; wurde jedoch immer wieder verschoben. Das interessanteste Feature an AirPlay 2 wäre mit Sicherheit Multi-Rooming gewesen. Mit Apple als softwareseitigen Anbieter könnte man sich von jedem Multiroom-Lautsprecheranbieter sein gewünschtes Produkt aussuchen ohne sich auf einen Hersteller festlegen. Als Soundbar kann man die Bose SoundTouch 300 für den Fernseher nehmen, für den Party-Raum zwei Sonos Play:5, im Schlafzimmer einen Yamaha ISX-18D mit Display und alle können über das AirPlay2 Protokoll angesteuert werden. Soweit der Gedankengang, denn AirPlay2 wird wohl erst mit iOS 11.4 das Licht der Welt erblicken oder sogar erst mit der neuen iOS Version iOS 12 auf den Markt kommen.

Doch es gab auch positive Meldungen. iTunes ist jetzt als offizielle Software im Microsoft Store erhältlich. Dadurch ist iTunes als Software mit allen Windows-!0 Varianten kompatibel; speziell geht es da um die Variante im Bildungsbereich. Anwender mit Windows 10 S konnten ausschließlich über den Microsoft Store Anwendungen installieren und waren deshalb bis jetzt immer außen vor. Nach langen Verzögerungen konnte Apple diese Baustelle nun endlich schließen.

Sonos hat aber in der Zwischenzeit sein Update-versprechen bezüglich AirPlay2 wahr gemacht und eine Liste veröffentlicht mit den Lautsprechern, die AirPlay2 erhalten werden. Doch rechte Freude kommt  nicht so recht auf, stehen mit dem Sonos Play:5 2nd Generation, der Playbase und dem neuen Sonos Play:One ausschließlich die aktuellen Baureihen. Benutzer der älteren Generation schauen hier in die Röhre; laut Aussage von Sonos fehle es bei diesen Modellen Hardware-Features sowie Rechenleistung. Man kann einen Umweg gehen – Man kauft sich einen Sonos Play:One und steuert diesen via AirPlay2 an und richtet dann Multirooming ein. Ein schwacher Trost bei den Laiutsprecherpreisen!

Doch es gab im Bereich Musik auch gute Nachrichten. Spotify stellte kurz nach seinem Börsengang eine neue Mobile App vor. Neben diversen Veränderungen in der Free-Variante, unter anderem soll nun doch das Vorspringen (wenn auch eingeschränkt) in einigen Playlisten möglich sein. Außerdem soll es nun Empfehlungen, basierend auf dem bisherigen Hör-Erlebnissen, für die Gratis-Nutzer geben. Deutlich interessanter dürfte der Ansatz im Bereich des mobilen Datenvolumens liegen. Spotify verspricht mit der neuen App eine Reduzierung des Datenverbrauchs um bis zu 75%. Neben der Entlastung der Mobilfunknetze erhofft Spotify sich eben auch eine stärkere Nutzung im mobilen Netz; denn in einigen Regionen streamen die User um bis zu 80% ausschließlich im W-Lan. Durch die Reduzierung des Datenhungers wird die Spotify einfach attraktiver und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der User sich für eine der beiden Bezahlvarianten entscheidet. Nach wie vor schreibt Spotify Verlust mit seinem Dienst.

Auch an der Optik wurde Hand angelegt. Statt wie bisher fünf Navigationsreiter, bestehend aus Start, Browse, Suche, Radio und Bibliothek werden nur noch vier Navigationsreiter angezeigt, nämlich Start, Suche, Bibliothek, Premium.

Die massiven Veränderungen in der Gratis-Variante, welche diese eben auch stark aufwerten, sind als Frontalangriff auf Apple Music zu verstehen. Angemerkt sein, dass das Abspeichern der Musik offline, also ohne Internetverbindung, weiterhin nur im Premium-Abo zu monatlich 9,99€ möglich ist.

Das war es mit meinen Highlights der vergangenen Woche. Da ich die nun beginnende Woche als Markenbotschafter für Bose eine Wiedereröffnung betreuen muss, kann es unter Umständen zu etwas geringerer Aktivität kommen. Also nicht wundern.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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