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Huawei P20 und P20 Pro

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

am heutigen Tag hat Huawei nun endlich sein Event in Paris für die Vorstellung seiner neuen Smartphones abgehalten. Vorab sei einmal gesagt, dass nahezu jeder Leak und jedes Detail, was im Vorfeld durchsickerte, sich bewahrheitete. Kein anderer Smartphone-Hersteller kann so schlecht die Spezifikationen seiner Modelle hüten wie Huawei – Vielleicht aber auch ein cleverer Marketing-Schachzug.

Clever war es auf jeden Fall, die Modelle nach dem MCW vorzustellen. Durch das Unpacked Event Samsungs einen Tag davor und den neuen Sony-Modellen blieb nicht mehr soviel Aufmerksamkeit über.

Das in der Zwischenzeit Apple ein Event auf den selben Tag legte, war einfach Pech.

Wie bereits oben angedeutet, gab es keine großen Überraschungen. Huawei stellte insgesamt zwei Modelle vor, das Huawei P20 und das Huawei P20 Pro. Bei beiden Modellen steht die Kamera im Fokus, wobei insbeosndere das P20 Pro durch seine Triple-Kamera alle anderen Modelle in den Schatten stellen will. Nichts anderes als eine Deklassierung der übrigen Wettbewerber sei das P20 Pro. Gewohnt vollmundige Versprechen des Huawei Smartphone Chef Richard Wu.

Kommen wir also zunächst zu den harten Fakten des Huawei P20 Pro:

  • 6,1″ OLED Display bei einer Pixeldichte von 408 ppi
  • Kirin 970, 4 x 2,36 Ghz und 4 x 1,8 Ghz und KI
  • Mali G72 GPU
  • 6 GB RAM
  • 128 GB Speicher
  • 4000 mAh Akku
  • Dualkamera mit 40 MP, effektiv 10 MP bei einer Blende m. f/1,8, das Teleobjektiv kommt auf 8 MP
  • Moncochrome Kamera mit einer Auflösung von 20 MP bei f/1,6 Blende
  • 4k Videos bei 30 fps
  • Superzeitlupenfunktion mit 960 fps
  • Frontkamera mit 24 MP bei einer Blende von f/2,0
  • Android 8.1

Die Hardware des P20 Pro ist im Kamerabereich durchaus beeindruckend, auch wenn die 4k mit nur 30 fps den Gesamteindruck etwas trüben. Interessant ist dabei allerdings, dass die Kamera auf die KI Schnittstelle des Kirin 970 zugreift. Damit verspricht Huawei einen unterstützenden Eingriff beim Fotografieren. So sollen beispielsweise passende Hilfslinien in Sucherbild eingeblendet werden. Ferner soll die KI eine verwacklungsfreie Langzeitbelichtung ohne Stativnutzung ermöglichen können. Man verspricht bei einer Freihandaufnahme eine Belichtungszeit von bis zu 8 Sekunden. Allerdings wird nur ein ausführlicher Praxistest zeigen können ob das wirklich gelingt.

Das volle Potenzial ruft die Kamera aber erst im Zusammenspiel der drei Linsen ab, die durch die Zusammenarbeit mit Leica  passend „Leica Triple Kamera“ getauft wurde.

Bildschirmfoto 2018-03-27 um 18.05.33.jpg

Die Dual-Kamera für farbige Bilder hat es in sich: Die obere Linse ist ein Teleobjektiv mit 80 Millimeter Brennweite. Mit ihr gelingt ein dreifacher optischer Zoom. Die Auflösung ist dann auf 10 Megapixel limitiert. Die Blende von f/2.4 ist für diese Optik Standard und fängt viel, aber nicht übermäßig viel Licht ein. In dunklen Räumen sollte man das Zoomen lassen und sich auf die Fähigkeiten der zweiten Linse verlassen (die Dualkamera arbeitet letztlich als Einheit, der Nutzer kann sich nicht für eine Optik entscheiden). Der „RGB-Sensor“ schafft rekordverdächtige 40 Megapixel, die Blende von f/1.8 ist sehr lichtstark, auch wenn sie nicht ganz an die von Samsung S9+ heranreicht. Huawei verspricht einer bessere Farbwiedergabe wegen des „speziellen“ ISP-Bildprozessors und des Farbtemperatursensors.

Nachtaufnahmen sollten aber nochmal eine Spur besser werden als im S9 von Samsung, wobei die da auch schon wirklich gut waren.

Das 4k nur in 30 fps möglich ist, kann ich nicht so recht nachvollziehen. Die Kamera sowie der Kirin 970 mit KI haben definitiv die Power für 60 fps. Als Trost spendiert Huawei dem P20 Pro aber die sogenannte Superzeitlupe, wie sie auch im neuen Samsung Galaxy S9 und dem Sony Xperia XZ2 zu finden ist. Man kann nun eine entsprechende Superzeitlupe mit 960 fps bei einer Auflösung von 720p aufnehmen.

Die Frontkamera wartet mit 24 MP bei einer Blendenöffnung von f/2,0 auf, kann sich aber nicht bedeutend vom Wettbewerb absetzen. Dafür weisen die ersten veröffentlichen Bilder ein zu starkes Rauschen auf.

Das Huawei P20 ist die kleine Schwester und könnte unter Umständen (zu Unrecht) die ungeliebte Schwester werden. Zwar wurde überall etwas an der Ausstattung gespart, dürfte aber trotzdem ein mehr als brauchbares Smartphone sein.

Verzichten muss man auf den 40 MP Sensor des P20 Pro; trotzdem bietet es ebenfalls eine Dualkamera. Die beiden Linsen haben eine Auflösung von 20 MP bei Schwarz-Weiß Aufnahmen und zusätzlich einen 12 MP Sensor für Farbfotos. Statt 6 GB RAM bietet das P20 nur 4 GB RAM. Den größten UNterschied, im wahrsten Sinne des Wortes, findet man beim Display. Huawei setzt hier auf ein 5,8″ Display (statt 6,1″ im Pro) auf IPS Basis anstatt OLED wie beim P20 Pro.

Dafür ist das Gerät mit 649,00€ UVP auch mal schlanke 250,00€ günstiger als das P20 Pro mit einer UVP von 899,00€. Wer also beim Fotografieren eher auf Eigenleistung im Bereich des Zooming setzt, kann sich die 250,00€ Ersparnis für die nächste Reisekasse zur Seite legen.

Huawei offeriert aber ein mehr als interessantes Angebot für die Early-Bird Adopter unter Euch, die sich für ein P20 Pro entscheiden. Dort wird als Vorbestellungsgoodie ein Bose QC35 II im Wert von über 300,00€ kostenfrei dazugelegt. Zu dem Kopfhörer muss man nicht mehr allzuviel sagen; das ist dann wiederum doch ein ziemlich gutes Angebot!

Das P20 Lite ignoriere ich hier an dieser Stelle einfach mal, da ich von diesen abgespeckten Varianten nichts halte.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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Ein Kommentar zu „Huawei P20 und P20 Pro

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