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Meine Woche 12/18

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Die Woche war für mich zumindest sehr entspannt; ich habe nämlich Urlaub. Passend dazu bin ich seit gestern wieder in der ungarischen Heimat meiner Frau am Balaton. Aber selbstverständlich gibt es auch heute wieder den obligatorischen Wochenrückblick von mir. Wir waren allerdings gestern knapp 13 Stunden unterwegs und die Zeitumstellung vom vom gestrigen Samstag auf den heutigen Sonntag gaben mir doch irgendwie den Rest.

Fangen wir aber mit etwas an, was schon knapp anderthalb Wochen zurückliegt. Konkret geht es da um den „Kampf“ zwischen Google Maps und Apple Karten. Nachdem letztere zwar immer noch keine grundlegende Navigation für die Fahrrad-Nutzer anbietet, hat man aber die Datenbank des Mietbike-Anbieter Ito World in Apple Karten integriert. Damit werden die Informationen verschiedener Anbieter in über 179 Städten angezeigt. Dazu muss lediglich der Begriff „Bike Sharing“ in die Suchleiste eingetragen werden. Allerdings sind nicht alle Anbieter von Bike Sharing Angeboten gelistet.

Google seinerseits konterte mit dem Update seiner Google Maps App auf Version 4.47. Denn nun lassen sich in der App die zu erwartenen Wartezeiten für Restaurantbesuche anzeigen. Grundlage hierfür sind natürlich die Bewegungsdaten der Nutzer sowie die damit errechneten Stoßzeiten. Das Feature ist ja schon seit einihger Zeit für Geschäfte verfügbar.

Apple sorgte auch diese Woche wieder einmal für Stirnrunzeln bei mir. Nachdem man das Bildungsevent in Chicago ankündigte und zeitgleich sich Hinweise für ein günstiges Einsteiger-MacBook sowie ein günstiges iPad mit Apple Pencil Support verdichteten, gab es dafür einen Dämpfer. Denn das Event wird nicht live gestreamt sondern steht nach Beendigung als VoD auf Abruf bereit. Das ist meiner Meinung nach ein klarer Hinweis, dass im Fall von neuer Hardware es sich um so geringfügie Modifikationen handeln wird.

Eventuell wird der dazu der Preis des MacBook Air gesenkt werden, mal schauen. Auf jeden fall werde ich dazu am Dienstag noch was veröffentlichen.

Mit den aktuellen Betriebssystemen der verschiedenen Plattformen scheint Apple auch im Jahr 2018 nicht auf einen grünen Zweig zu kommen wobei diese Woche speziell wieder iOS 11 heraus stach.

In iOS 11 wurde eine gravierende Sicherheitslücke bei der Siri-Benutzung bekannt. Denn Siri liest nämlich Benachrichtigungen auch im gesperrten Zustand vor. Normalerweise ist die Vorschau nur dann aufrubar wenn das Gerät entsperrt ist (im Sperrzustand wird nur angezeigt von welchem Dienst/App die Notification ist). Siri setzt sich aber darüber hinweg und liest weitergehende Informationen ohne Eingabe von Touch ID/Face ID vor. Immerhin werden die Nachrichten, also Emails und iMessages nicht vorgelesen; Facebook, WhatsApp und Co sind aber betroffen. Der Bug ist übrigens auch in der aktuellen Beta von iOS 11.3 vorhanden.

Auch auf fer Hardware-Seite klemmt es bei Apple. Nachdem man ja die Bestellmengen für das OLED-Displays des iPhone X schon reduzierte, gab man Anfang der Woche einen neuen Werbespot frei. Dort wird explizit Face ID beworben und die Umsetzung ist wirklich gut, auch wenn es teilwese etwas grotesk ist. Das dort ganz ungeniert ein iOS-Bug gezeigt wird, dürfte Apple eigentlich nicht gefallen. Ein Steve Jobs wäre seinerzeit ausgerastet und die die verantwortlichen Personen bei Apple sowie die verantwortliche Werbeagentur wären vermutlich keine Geschäftspartner mehr. Auf der anderen Seite scheint man aber bei Apple nicht mehr alles auf den Verkauf von Hardware zu setzen. Denn der Markt im High End Bereich ist einfach wahnsinnig gesättigt. Man kann das schon an den Smartphones erkennen. Die Innovationssprünge halten sich seit knapp 4 Jahren merklich in Grenzen. Es werden zwar immer mal wieder einzelne Details verbessert, der ganz große Wurf war schon länger nicht mehr dabei. Dabei reicht es auch nicht mehr aus mal eine neue Farbe an den Start zu bringen (wie das rote iPhone) oder aktuell ein kupfergoldenes iPhone X zu planen. Dazu kommt, dass den geräten der Mittelklasse eigentlich nichts Signifikantes mehr fehlt. Aus diesem Grund waren die letzten Quartalsberichte von Apple auch so interessant. Denn die Dienste Apple´s nehmen einen immer größeren Stellenwert ein – Alleine im letzten Kalenderquartal 2017 erreichte Apple mit iTunes, App Store, iCloud, Apple Music, Apple Pay (leider immer noch nicht hierzulande) und AppleCare bereits 8,5 Mrd US-Dollar an Umsatz. Nicht zuletzt deswegen treibt Apple hinter den Kulissen seine Pläne für Eigenproduktionen im Bereich Serien und TV-Shows mit Hochdruck voran… Passend dazu geht man in Cupertino nun auch deutlich offener mit dem Produkt Placement um. Waren zwar schon vorher iPhones und Macs in derversen Produktionen zu sehen, die man zumeist Darstellern und Regisseuren überließ, hielt man sich sonst aber bedeckt. Mit dem neuesten Abspann der Fox-Serie 9-1-1 wird aber eine offensichtliche Änderung erkennbar. Denn dort wird Apple explizit erwähnt was darauf hindeutet, dass man sich dem Thema Produkt Placement nicht mehr verschließen will.

Geschäftspartner ist ein schönes Wort und ein guter Übergang. Denn Facebook verliert immer mehr Partner bzw. bekannte Unternehmen stellen ihre Facebook-Präsenz ein.

Doch was ist passiert?

Im März dieses Jahres ist bekannt geworden, dass die englische Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica illegal Zugang zu mehr als 50 Mio. Facebook-Nutzern erhalten hat. Die Firma programmierte dazu eine App, wo man sich mit seinem Facebook-Konto anmelden konnte. Das Perfide daran, durch die Zugriffsberechtigung konnte die App auch die Daten der Facebook-Freunde, geliktenSeiten usw. abfischen. Im letzten US-Wahlkampf soll die Firma dann geholfen haben, Anhänger von Donald Trump zu mobilisieren und die Anhänger von Hillary Clinton von den Urnen fernzuhalten. Richtig eklig wird der dahinterliegende Algorithmus. Denn der basiert auf dem Maschinellen Lernen und erlaubte, Inhalte situations- und nutzergerecht anzuzeigen.

Beispiel: Ist der Nutzer zwar gegen Waffen aber ängstlich, so zeigte ihm dann das Netzwerk defensiv ausgerichtete Information im Bezug auf Waffen; etwas das er mit einer Waffe prima sein Haus und seine Angehörigen verteidigen könne.

Am Schlimmsten an diesem Skandal ist aber, dass Facebook ganz offensichtlich weder Kontrolle über die abgeflossenen Daten habe noch wo in welche Kanäle diese versickert sind bzw. wofür diese genutzt werden. Auf Nachfrage gab Facebook recht gleichmütig zu, dass man davon schon seit 2015 Kenntnis hatte und man sich das Löschen dieser Daten zusichern ließ ohne das zu überprüfen. Das ist sowas von dermaßen naiv und Mark Zuckerberg muss sich zurecht schwerwiegende Managementfehler anlasten lassen.

Dieser Skandal ist so groß, dass er meiner Meinung nach Facebook zum Fallen bringen kann. Als

Unter dem #deletefacebook, welcher vom WhatsApp Mitbegründer Brian Acton aufgegriffen wurde, finden sich im Netz immer mehr Anleitungen, wie sich sein Profil vollständig deaktivieren lässt. Zudem nehmen immer mehr bekannte Firmen und Personen Ihre Facebook-Seite vom Netz oder stellen ihre Werbeaktivitäten ein. Angefangen von Elon Musk welcher die Auftritte seiner Unternehmen Tesla und SpaceX vollständig löschte über Sonos und Mozilla, die ihre Werbung aktuell pausieren. Auch auf Instagram greift das über, eine Plattform die von Facebook ja bekanntlich aufkaufte.

Immerhin äußerte sich Mark Zuckerberg in dieser Woche zu dem Sachverhalt. Er betonte, dass die entsprechende Schnittstelle schon seit Ende 2014 geschlossen sei und man den Sachverhalt mit größtmöglicher Sorgfalt aufarbeiten will. Zudem bat Zuckerberg doch darum, seine Privatsphäre zu respektieren…. #facepalm ist der dazu passende Hashtag!

Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass die Sammelwut an persönlichen Daten von Facebook bekannt ist. Ebenfalls ist bekannt, dass Facebook versucht, diese Daten zu monetarisieren. Denn die Angestellten, die Server usw. müssen ja auch bezahlt werden. Wer sich hier jetzt als absolut ahnungsloses Opfer darstellt, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Wir alle sollten unsere Privatssphäre-Einstellungen auf Facebook überprüfen, die Liste der Apps anschauen und entscheiden, ob wirklich jede Zugriff auf das Facebook-Konto benötigt und last but not least entscheiden ob man wirklich ALLES auf Facebook posten sollte.

In diesem Kontext muss ich auch nochmal eine andere Meldung aufgreifen. Denn nachdem Apple vor ein paar Wochen die chinesischen iCloud Konten auf chinesische Server verlagerte sah sich nun Amnesty international zu einer Aussage diesbezüglich genötigt. Konkret ging es darum, dass durch die Nutzung chinesischer Server die dortige Regierung einfachen Zugriff auf die Inhalte der iCloud-Konten erhalt. Sie kann ohne großen Aufwand auf die gesicherten Fotos, Kontakte und Nachrichten der chinesischen Nutzer zugreifen was die Privatsphäre massiv einschränkt und zudem das Risiko (willkürlicher) Strafverfolgung erhöhe.

Außerdem wurde bekannt, dass Apple im Iran nun den App Store abgeschaltet hat. Offiziell verkauft Apple weder Hard- noch Software im Iran; bedingt durch diverse Handels-Embargos. Trotzdem gelangten, zu Teil auch über dubiosere Kanäle, iPhones und iPads dorthin. Doch nun lassen sich diese Geräte dort nicht mehr wirklich in Betrieb nehmen. Denn Apps lassen sich dort nicht installieren, selbst notwendige Daten für die Apple ID lassen sich so nicht mehr ohne Weiteres einpflegen..

Wie immer versuche ich den Wochenrückblick positiv zu beschließen. Da passt es doch gut, dass einer Studie zufolge die Apple Watch Herzrhythmusstörungen mit einer sehr genauen Wahrscheinlichkeit erkennt. Der Studie zufolge liegt der Erkennungswert bei 97%, basierend auf 9750 Nutzern die App „Cardiogram for Apple Watch“ nutzen. Die Studie wurde von den App Entwicklern gemeinsam mit Forschern der University of California durchgeführt. Interessant ist dabei, dass die Apple Watch ein besseres Ergebnis erzielt als dass von der amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) offiziell als medizinisches Hilfsmittel zugelassene EKG Messsystem KardiaBand.

Noch etwas in eigener Sache. Diese Woche habe ich nach knapp zwei Jahren harter Arbeit nun meine erste auszeichnung für meinen Blog erhalten. Das Team von Walcher Transformatoren hat mich neben einigen anderen Blos als „Top Elektroblog 2017/2018“ ausgezeichnet. Darauf bin ich sehr stolz. Doch ohne Euch da draußen wäre das nicht möglich. Ich nehme diese Auszeichnung für Euch entgegen und als Motivation genauso hart weiter zuarbeiten.

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Euch 🙂

Das war es von meiner Seite von mir. Allen Lesern einen entspannten Start in die kommende Woche.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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