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Die Kamera. Reimagined – oder auch das Samsung Galaxy Unpacked Event 2018

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

meiner Meinung nach schadet es nicht, hin und wieder einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Im Segment der Smartphones gibt es unzählige Wettbewerber da draußen, und doch hat sich Samsung mit seiner Galaxy-Sparte als hartnäckigster Konkurrent Apple´s erwiesen.

Logisch, dass ich mir deshalb auch dieses Jahr wieder das Samsung Galaxy Unpacked Event anschaute. Bis auf letztes Jahr nutzte man dazu auch immer den Tag bzw. die Woche vor dem MWC in Barcelona. um die maximale Aufmerksamkeit zu bekommen. So auch dieses Jahr.

Nachdem letztes Jahr das S8 ganz im Zeichen des Infinite Display stand so will man dieses Jahr mit dem S9/S9+ mit der Kamera punkten. Dazu setzt man bei beiden Geräten auf eine 12 MP Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv. Das größere S9+ hat zudem eine zweite Linse, eine sogenannte Dual-Kamera, spendiert bekommen. Außerdem hat das größere der beiden Galaxys eine variable Blende spendiert bekommen. Ähnlich wie beim menschlichen Auge soll sich die Blende automatisch den Helligkeitsverhältnissen an. Hat man gutes Tageslicht, so verbleibt der Blendenwert bei f/2.4 um das typische Auswaschen und Ausbrennen zu verhindern. Sinkt das Licht hingegen auf einen Wert von unter 100 Lux, soll sich die Blende automatisch auf bis zu f/1.5 weiten. Das wäre die bisher lichtempfindlichste Blende in einem Smartphone. Der Vorgänger S8 wies hier noch einen Wert von f/1.7 aus. Das Teleobjektiv kommt mit einer Blende von f/2.4 und durfte sich wie beim iPhone bei schwierigen Lichtbedingungen von brauchbaren Ergebnissen verabschieden.

Am wichtigsten aber ist hierbei die Positionierung des Fingerabdruck-Sensors zu nennen. Dieser ist endlich unter die Kamera gewandert, hätte schon letztes Jahr im S8 passieren müssen!!

Neu ist hingegen das Feature „Super Slo-Mo“. Hiermit lassen sich wie bei dem Sony Xperia XZ Premium Clips mit 960 fps (frames per second) aufnehmen. Ermöglicht wird das durch einen eigenen Speicherchip im Kamera-Modul. Die Länge der Aufnahme ist allerdings auf 0,2 Sekunden in Echtzeit begrenzt, was bei den angesprochen 960 fps sechs Sekunden Abspiellänge entsprechen dürfte. Diese kurzen Clips lassen sich übrigens im Anschluss auch als Hintergrundbild auswählen.

Die Frontkamera löst mit 8MP auf und dürfte sich nicht wesentlich von der des S8/S8+ unterscheiden. Neu hinzugekommen sind aber sogenannte AR Emojis. Samsung hat mehr oder weniger dreist beim iPhone X kopiert wobei man dann doch einen etwas anderen Weg beschreitet. Im Prinzip nehmt Ihr ein Selfie auf und lasst es mit der Hilfe der AR-Technik animieren. Zum Start stehen 18 verschiedene „Avatare“ bereit. Löblich ist allerdings, dass diese Technik auch von Drittanbietern wie WhatsApp oder Facebook Messenger nativ in deren Apps unterstützt wird. Zudem kann der erstellte Avatar auch als GIF gespeichert und versendet werden.

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Kommen wir zur Hardware der beiden Geräte. Wie üblich, werden diese von einem hauseigenen Exynos-Octacore Chipsatz 9. Die einen vier Rechenkerne takten mit max. 2,7 GHz und die verbleibenden vier Rechenkerne sind mit 1,7 GHz getaktet. Um ein besseres Multitasking sowie Augmented Reality zu unterstützen sind nun 6 GB RAM (im S9+ während das normale S9 mit 4GB RAM auskommen muss) verbaut. Genauere Pläne, wie man bei Samsung AR ein- und umsetzen will, wurden leider nicht bekanntgegeben. Da aber der Chef der Samsung Software-Sparte anwesend war, dürfte da in diesem Jahr mit Sicherheit noch was kommen. Eine eigene Engine hat man nicht entwickelt, man baut hier auf das ARCore Framework von Google auf. Ein Vorgeschmack gab aber das Event. Samsung bot eine Unpacked App an die mithilfe der verteilten QR-Code Karten jedem Anwesenden eine ungefähre Vorstellung des Gerätes vermittelte. Nette Spielerei.

Der interne Speicher beträgt wahlweise 64GB oder 256GB und kann mit einer microSD-Karte um weitere 400 GB ergänzt werden. Selbstverständlich ist das Smartphone nach IP68 staub- und spritzwassergeschützt, wobei man die Versiegelung des Gerätes verbessert haben will.

Das Prunkstück stellt aber nach wie vor das Infine-Display da. Das Design sowie die Größen der Vorgänger (5,8″ beim S9 und 6,2″ beim größeren S9+) hat man beibehalten (was kein Beinbruch ist, das Design des Displays war 2017 wirklich gut) ebenso wie die Dual-Edge Super Amoled-Technologie. Lediglich die Ränder unten und oben hat man etwas minimiert. Das Display setzt auf die bekannte WQHD-Auflösung von 1440 x 2960 Pixel im bekannten 18:9,5 Format bei einer maximalen Helligkeit von 600 c/m² inklusive HDR-Unterstützung. Hand angelegt hat man nun bei dem integrierten Lautsprecher. Wo wie Vorgänger-Generation mit einem Mono-Lautsprecher der Konkurrenz hinterher hinkte, bekommt man dieses Jahr nun Stereo-Lautsprecher die zudem noch Dolby Atmos simulieren können.

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Hier macht sich der Kauf von Harman/Kardon (AGK gehört dazu) bemerkbar. Relativ selbsterklärend sind es die lautesten, jemals in einem Galaxy-Smartphone verbauten Lautsprecher. Wie sich Dolby Atmos in der Praxis verhält wird man in der Praxis sehen.

Weitere Verbesserungen hat man im UI der Software vorgenommen. Analog wie beim iPhone lassen sich Notifications einfach antippen und in einem aufploppenden Schwebefenster lassen sich dann so etwas Nachrichten beantworten. Das erinnert dann doch stark an iOS; wie übrigens fast alle aus dem Unpacked Event. Bixby wurde ebenfalls weiter ausgebaut. So lassen sich mithilfe der neuen Kamera beispielsweise Legenden und Infotafeln in der jeweiligen Sprache abfotografieren und Bixby liefert dann in Echtzeit die passende Übersetzung. Auch bei Lebensmitteln soll Bixby helfen und zum Beispiel Nährwertangaben direkt aus dem Netz angeben können. Leider nur in Englisch verfügbar und auf Amerika, Kanada, Kora und China begrenzt.

Verbessert wurde die DeX-Station mit dessen Hilfe sich das S9 als Rechner nutzen lassen soll (Monitor, Tastatur und Maus vorhanden vorausgesetzt). Diese ist nun kompakter und man legt das Smartphone einfach drauf. Somit lassen sich noch Handy-Funktionen benutzen. Außerdem soll die Station günstiger als der Vorgänger sein (wobei die ja eigentlich nur verschenkt wurde). Besonderen Wert legte man  auf Samsung Knox, eine Art sichere Firmenumgebung. Denn in der vergangenen Woche tauchte seitens eine Liste von Google für Business-Handys auf und Samsung war da nicht vertreten…. Auch deshalb setzt man für den Entspeervorgang nun auf den sogenannten Intelligent Scan. Hierbei werden Gesichts- und Iris-Scanner miteinander kombiniert, um die Schnelligkeit des Gesichtsscanners mit der besseren Sicherheit des Iris-Scanners zu kombinieren. Hier scheint Apple, wie von einigen Analysten bereits vermutet, mit der Hardware der Gesichtserkennung FaceID einen zu großen Vorsprung zu haben.

Die Geräte sind ab dem 16. März 12018 im Handel verfügbar inklusive der neuen Farbe Lilac verfügbar.

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Interessenten können aber auch direkt bei Samsung vorbestellen wo sich auch eine Dual-Sim-Varianter des S9 finden lässt. Man muss allerdings tief in die Tasche greifen, das S9 startet bei 849,00€ und das größere S9+ (mit der deutlich interessanteren Kamera) schlägt mit 949,00€ zu Buche. Für 256GB muss man jeweils 100,00€ mehr einkalkulieren.

Insgesamt war die Veranstaltung stark uninspiriert. Nahezu alle technischen Details sind im Vorfeld schon durchgesickert. Das gerät stellt eigentlich anderes als ein Kamera-Upgrade zum S8 dar. Mit den Stereo-Speakern hat man nur mit dem Markt gleichgezogen aber sonst gab es nichts, was es nicht schon am Markt gibt. Der Wow-Effekt fehlte diesmal völlig und somit hat Samsung seine Entwicklung als Apple-Klon nun vollständig abgeschlossen; denn nun sind die beiden Geräte auch identisch unterschiedlich zu Gunsten des größeren S9+ ausgestattet.

Wer von Euch will sich denn ein Samsung Galaxy S9 kaufen? Euer Feedback ist wie immer in den unten folgenden Kommentaren erwünscht.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

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2 Kommentare zu „Die Kamera. Reimagined – oder auch das Samsung Galaxy Unpacked Event 2018

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