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Pünktlichkeit und Deutsche Bahn – Zwei, die nicht zueinander finden

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

heute melde ich mich mal mit einer Story rund um das Reisen mit der Deutschen Bahn. Hin und wieder darf ich als Blogger und Freiberufler an gewissen Trainings von diversen Hersteller teilnehmen. Nun sind diese Trainings so gut wie nie in meiner Heimatstadt; was also immer einen Transfer zum entsprechenden Schulungsort bedeutet. Da ich weder Führerschein noch Fahrzeug besitze greife ich also auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück. Der Fernbus, auch wenn ich persönlich das Reisen mit den Fernbussen sehr mag (garantierten Sitzplatz, W-Lan, preisgünstige Snacks und Getränke sowie die Möglichkeit die Klimaanlage an seinem Platz ausschalten zu können), kommt aufgrund etwas längerer Fahrzeiten da nicht immer in Frage.

Also weicht man wie in dem Fall nun auf die Deutsche Bahn aus. Da ich in diesem Fall recht zeitnahe buchte und zudem eine Flex Bahncard 25 (nach der Aktion wohl nicht mehr) mein eigen nenne; war die komplette Fahrt, bestehend aus Hin- und Rückfahrt, inklusive Sitz für 79,80€ vergleichsweise günstig. Die Fahrt war von Braunschweig nach Mönchengladbach und am nächsten Tag aus Krefeld zurück nach Braunschweig.

Die Bahn und ich kommen aber dabei nicht wirklich auf einen grünen Zweig. Es ist nicht so, das ich der Bahn keine Chance gebe. Nur wirklich jedes Mal versaut es dieser Konzern.

Schon auf der Hinfahrt schaffte es die Bahn mit dem ICE von Hannover nach Duisburg HBF knapp 7 Minuten Verspätung anzuhäufen; sodass meine Umsteigezeit in Duisburg recht knapp war. Um genau zu sein, schloss sich direkt nach meinem Einsteigen in den Regionalzug die Tür und fuhr abschließend los….

Ich hatte zwar alle Anschlüsse bekommen, musste aber dafür auch recht sportlich unterwegs sein.

Trotz allem kam ich ja pünktlich in dert Stadt der legendären Fohlenelf an; also kein Grund darüber weiter nachzudenken

Direkt im Hotel eingecheckt; welches knapp 10 Fußminuten vom Hauptbahnhof entfernt lag. Allerdings war das Hotel eher eine stereotypische und klischeebehaftete Bruchbude, welche man sich eben so direkt in der Nähe eines Hauptbahnhofes, vorstellen mag. Das ist allerdings eine andere Geschichte…

Am darauffolgenden Dienstag war also besagte Schulung eines großen Multiroomspezialisten. Schulung und Essen war soweit okay, trotz leichter Überziehung der Trainer schaffte ich es noch pünktlich zum Krefelder Hauptbahnhof. An dieser Stelle noch einmal ein ganz dickes Danke an Hendrik für das Absetzen am besagten Bahnhof.

Nun ging es in umgekehrter Reihenfolge los. Also zuerst mit der Regionalbahn von Krefeld nach Duisburg HBF, von dort nach Hannover HBF und abschließend von dort an mein Zielort Braunschweig HBF. Start der ganzen Reise war um 18:42, Abfahrt des ICE in Duisburg um 19:10 mit Ankunft um 21:28 in Hannover HBF. Dort 9 Minuten Umsteigezeit um in den IC einzusteigen. Alles in allem mehr als machbar, da der Verkehr der Berufspendler um die Zeit eigentlich abgeebbt haben sollte.

Zuerst ging auch alles recht gut los, änderte sich aber schlagartig am Duisburger Hauptbahnhof. Das fing nämlich damit an, dass an der Anzeigetafel am Bahnsteig die Bahn nichts über die geänderte Wagenreihenfolge bekanntgab. Das ist schon ungünstig, vor allem mit entsprechender Sitzplatzreservierung.

Gott sei Dank war der angegebene Wagen nicht so weit entfernt und ich bin jauch gut zu Fuß.

Mein Platz fand ich recht schnell; Koffer war platznahe zu verstauen, soweit auch alles gut. Der ICE setzte sich zügig in Bewegung und wir glitten also durch den Abend. Nach einer knappen Dreiviertelstunde poppte allerdings eine Notification des DB Navigator auf dem Display meines iPhone auf. Ein Verspätungsalarm. Man kündigte 5 Minuten Verspätung an. Das kann bei so einem Logistikunternehmen mal passieren, vielleicht eine Weiche falsch gestellt oder so. Kein Problem, einen klitzekleinen Puffer war eingeplant. Zudem ist bei so etwas immer die Option gegeben durch den Schaffner anzufragen, ob der Anschlusszug noch einen kleinen Augenblick warten kann. In der Regel ist das selten ein Problem.

Keine fünf Minuten später allerdings ploppte wieder eine Notification auf, man habe nun zehn Minuten Verspätung. Kurz darauf kam auch schon die Durchsage des Zugführers mit der Informationen, dass der entsprechende IC auf uns warten würde.

Weitere 20 Minuten später; ihr ahnt es vielleicht schon, ploppte zum dritten Mal ein Verspätungsalarm auf meinem iPhone auf. Leider habe man nun knapp 20 Minuten Verspätung; mein Anschluss IC würde allerdings definitiv auf die umsteigenden Fahrgäste warten! Als Grund wurden Personen auf dem Gleis angegeben. Da frage ich mich doch, was suchen Personen im Spätherbst/Winter auf Gleisen einer überregionalen Verbindung. Und warum, zum Henker, versperrt die Bahn nicht den Zutritt zu den Gleisen bzw. versucht den Zutritt zu erschweren?!?!

Zehn Minuten vor der Ankunft meldete sich erneut der Zugführer mit der traurigen Nachricht zu Wort, dass der betreffende IC leider aufgrund der mittlerweile über 20-minütigen Verspätung nicht mehr länger warten könne. Die Fahrgäste, welche nach Braunschweig wollen, können aber direkt in den betreffenden Regionalzug der Westfahlenbahn einsteigen; wir erreichen pünktlich dazu Hannover HBF. Die fährt um 21:55 vom Bahnsteig ab.

Direkt kurz vor Erreichen des Bahnsteigs am Hannoveraner Hauptbahnhofs wiederholte der Zugführer seine Durchsage mit oben genannten Hinweis. Allerdings war es bei dieser Durchsage schon 21:53 und wir sind noch nicht zum Stehen gekommen. Was folgte, war so vorhersehbar wie unvermeidlich!

Gefühlt kamen wir um 21:54 und 30 Sekunden zum Stehen am Bahnsteig. Der Zug war am gegenüberliegenden Bahnsteig; allerdings auf am dort gegenüberliegenden Gleis. Das bedeutet, dass ich von Ende des Bahnsteigs (ein ICE ist halt nun mal länger) mit Koffer und Rucksack den Bahnsteig zur Treppe hetzen musste, um die Treppe hinunter – und anschließend wieder herauf zu stürzen um dann final in den Zug einzusteigen.

Da ich kein Olympia-Sprinter bin, wobei wohl auch der Probleme mit der Strecke in unter 30 Sekunden bekommen hätte, vernahm ich knapp 5 Meter vor der eigentlichen Treppe ein Fahrgeräusch. Ja, richtig, der Zug der Westfahlenbahn hatte sich pünktlich im 21:55 in Bewegung gesetzt.

Hatte der Zugführer des ICE´s nicht gesagt, dass wir pünktlich in Hannover einfahren…

An dieser Stelle sei zwar vermerkt, dass der Zug der Westfahlenbahn zwar pünktlich losfuhr, es aber sicherlich im Sinne der Fahrgäste gewesen wäre, die eine Minute noch abzuwarten. Die anderen Fahrgäste auf der Strecke hätten sicherlich ein Verständnis dafür gehabt…..

Spaßig wurde das Ganze dann am entsprechenden Informationsschalter im Bahnhof. Die dort sitzende Mitarbeitern war weder sonderlich motiviert noch empathisch. Die Bestätigung des verspäteten Zugs füllte sie einigermaßen widerwillig aus. Auch meine Frage hin, mir eine entsprechende und zeitnahe Direktverbindung anzubieten wurde mit dem leidlich pampigen Hinweis auf den nächsten Zug, der eine Stunde später um 22:55 abfuhr, Genüge getan. Mir die nächstmögliche Verbindung um 22:19, mit Umstieg in Hildesheim, anzubieten, überstieg ganz offensichtlich den geistigen Horizont der Mitarbeiterin.

Nach einem kurzen, aber heftigen, Wortwechsel (wo ich meine Verärgerung, überhaupt die Deutsche Bahn als Fahrdienstleister in Betracht gezogen zu haben, mit deutlichen Worten zum Ausdruck brachte) trollte ich von dannen.

Also blieb mir nichts anderes übrig, nicht ohne Fluchereien meinerseits, als den hiesigen McDonalds aufzusuchen.

Bewaffnet mit einem Cheeseburger und einer kleinen Coke verstaute ich den Zettel mit der Verspätung in meinem Rucksack. Mithilfe der Cola gelang es mir mehr als leidlich den angestauten Frust über die Inkompetenz der Bahn entsprechend runter zu spülen.

So gegen 22:40 packte ich dann wieder meine Klamotten zusammen um mich langsam in Richtung Bahnsteig zu begeben. Nicht ohne allerdings einen letzten Blick auf die DB Navigator App zu werfen. Was ich da zu sehen bekam, ließ mein Puls auf gefühlt 380 Schläge hochschießen!!!

Allen Ernstes hatte nun der Zug um 22:55 eine Verspätung um weitere 15 Minuten. Da war das Maß dann bei mir aber gestrichen voll und ich denke, dass sah man dann auch in meiner twitter Timeline….

Lange Rede, kurzer Sinn. Um 23:10 durfte ich endlich in meinen Zug nach Braunschweig einsteigen. Zuhause war ich dann erst um kurz vor 00:30, statt, wie geplant um 22:30. Ich war also bis oben hin bedient zumal ich um 06:50 nach einer völlig schlaflosen Nacht, was eher am völlig missratenen Hotel lag, schon recht müde bei der Schulung ankam. Die Schulung war unter dem Strich auch eher semi; aber das ist wohl der Zeitgeist bei solchen Trainings…

Die bessere Hälfte hat natürlich schon geschlafen, also war statt einer festen Umarmung auch nur ein flüchtiger Gute-Nacht Kuss drin.

Worum es mir trotz der launigen Erzählung geht, ist einfach diese Inkompetenz. Warum kann die Bahn bei solchen Angelegenheiten nicht vernünftig koordinieren und zuverlässige An- und Aussagen treffen? In anderen Ländern mit teils deutlich höherem Personenbeförderungsaufkommen klappt das doch auch? Schaue ich mir dazu noch die Preise an, so ist das nichts anderes als ein Armutszeugnis.

Das ich zwar W-Lan an Bord, trotz Buchung 2. Klasse, hatte; hierbei das „Datenvolumen auf mickrige 200 MB begrenzt war, zeigt doch nur, dass in den Vorstandsetagen die Manager immer noch nicht verstanden haben was der Kunde erwartet (und erwarten darf).

Für mich bedeutet das, dass ich in Zukunft wirklich 5x genau abwägen werde, ob ich tatsächlich mit der Deutschen Bahn reisen muss oder ob es nicht doch eine Alternative wie MeinFernbus oder eine Mitfahrgelegenheit gibt!

Immerhin war das Käse-Schinken Sandwich mit 4,90€ preislich angemessen und der Geschmack war ertragbar…

Was waren Eure schlimmsten Erlebnisse mit der Deutschen Bahn. Euer Feedback wie immer in den unten folgenden Kommentaren erwünscht.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

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5 Kommentare zu „Pünktlichkeit und Deutsche Bahn – Zwei, die nicht zueinander finden

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      1. Was die Anderen machen, müssen Sie doch nicht kopieren. Seien Sie weiterhin so eigenständig und kreativ. Technische Artikel dürfen auch gerne mal die Länge haben.

  1. Eine Zugfahrt die sollte ja normal und entspannend sein aber das was dieses mal erlebt haben ist der reinste Wahnsinn
    Donnerstag abfahrt Kevelaer nach Kiel super ab Hamburg wurde die Verbindung gekänzelt Umweg über Lübeck fast 90 Minuten Verspätung endlich angekommen Rückweg heute
    freu mich auf zuhause soll ja um 17:08 da sein . aber nee bekomme in Hamburg meinen Anschlusszug nicht wegen der Verspätung . also neue Verbindung suchen habe eine Verbindung mit öfters umsteigen aber egal freue mich das ich nur mit 1 std später zuhause ankomme . aber noch nicht ausgestanden in Duisburg der Zug fällt aus nicht schon wieder . also wieder neue Verbindung suchen also anstatt um 17 Uhr komme ich um 19 Uhr an . da soll mann sich nicht wundern das man nicht mehr bahn fahren will man bezahlt sehr viel Geld dafür und dann diesen Stress nee bahn und wieder habt ihr kunden Weniger
    .

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