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WWDC 2017 oder auch ein „One More Last Thing“

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog.

Die heute Keynote war eine durchaus wilde Fahrt, da doch immer mal wieder hin- und hergesprungen wurde. Vorab wurde dieses Jahr allerdings nicht nur Software sondern auch Hardware vorgestellt. Dazu später mehr. Natürlich durfte auch die übliche Selbstbeweihräucherung nicht fehlen.

Hierzu spaßeshalber einfach mal ein paar spannende Fakten:

  • Apple hat seit dem Bestehen des App Stores mehr als 70 Mrd. $ an Entwickler ausgezahlt.
  • Der jüngste Entwickler kommt zurzeit aus Australien und ist gerade einmal 10 Jahre alt.
  • Die älteste Entwicklerin ist 82 und kommt aus Japan.

Trotzdem gab es eine Menge interessanter Dinge zu sehen und ich versuche; dass so einfach wie möglich für Euch aufzubereiten.

Ich möchte diesen Beitrag in zwei Themengebiete unterteilen; Software und Hardware. Im Bereich Software wird es allerdings auch einen Hinweis auf die später folgende Hardware-News geben.

Fangen wir also mit den einfachen Dingen an

Software:

Apple nahm sich heute all seinen Software-Plattformen an; wobei die Änderungen durchaus sehr unterschiedlich ausfallen.

Die News für tvOS lassen sich eigentlich mit einem einzigen Satz zusammenfassen

  • Amazon Prime Video wird ENDLICH im Laufe des Jahres verfügbar sein!! (War auch überfällig)

Als nächstes kommt watchOS dran

  • Siri Watch Face mit integriertem Machine Learning
  • Toy Story Watch Faces
  • Kaleidoskop Watch Face
  • Überarbeitung der Workout Applikation – Es lassen sich beispielsweise zu einem bestehenden Workout ein zweites Workout starten. Zudem kann die App mithilfe des integrierten NFC-Sensors mit Fitnessgeräten aus dem Fitness-Studio auslesen
  • Activity analysiert umfassender alle Bewegungsaktivitäten und wird insgesamt „smarter“
  • Apple Music auf der Apple Watch kann nun mehrere Playlists verwalten
  • Das Dock wird nun vertikal arrangiert um besser mithilfe der Digital Crown navigieren zu können
  • Die News-App ist nun installiert (leider nur in den Staaten verfügbar)
  • Verfügbar an Herbst 2017

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Auch am Betriebssystem des Mac wurde Hand angelegt wobei hier erfreulicherweise keine neuen Funktionen hinein gequetscht wurden. Man hat sich eher auf Performance und Stabilitätsverbesserungen konzentriert. Zudem hat Apple natürlich wieder einen neuen Namen für das OS vergeben. Er lautet nun, ganz kreativ übrigens, macOS High Sierra

  • Safari ist deutlich schneller geworden (80% schneller als Google Chrome)
  • integriertes Autoplay Blocking in Safari
  • Integrierter Tracking Schutz in Safari
  • Apple Mail verbraucht nun ca. 35% weniger Speicherplatz auf der Festplatte
  • Aufgeräumteres und übersichtlicheres Benutzerinterface für Apple Mail
  • Fotos auf dem Mac kommt mit neuen, integrierten Tools zur Bildbearbeitung
  • Bessere Gesichtserkennung von Fotos inklusive Abgleichung der Benennung einzelner Bilder mit allen anderen Geräten
  • Implementierung des neuen Video-Codec H265 wegen dem 4k Standard. Dadurch um bis zu 40% bessere Komprimierung
  • Implementierung der neuen Grafik API Metal 2. Um den Faktor 100 schneller als OpenGL
  • Unterstützung von VR durch Metal 2
  • AFPS als neues Datei-System

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Auf Seiten der Software hat iOS 11 den größten Schritt in der Entwicklung gemacht auch wenn hier, wie oben angedeutet, Einiges aufgrund von neuer Hardware und der damit verbundenen Ausrichtung sein dürfte.

Zur Erklärung möchte ich hier hinzufügen, dass zumindest gefühlt Apple iOS 11 in eine iPhone Version und in eine „Pro“-Version für die iPads aufgesplittet hat. Allerdings wird es von Apple natürlich nicht so kommuniziert und man darf gesapnnt sein, welche der nachfolgend vorgestellten Funktionen von iOS 11 für ein iPad Air 2 bzw. ffür das iPad 2017 verfügbar sein werden.

  • 32-bit Apps werden aussortiert
  • App Store bekommt ein komplett neues User-Interface für mehr Übersichtlichkeit. Hierfür gibt es sogenannte „Taps“. Mit dessen Hilfe werden die Kategorien einheitlicher und übersichtlicher gestaltet. Zudem gibt es jeden Tag eine „App des Tages“ und ein „Spiel des Tages“
  • Reviews von App-Updates werden nun deutlich schneller bearbeitet
  • Machine Learning wird integriert; mit dessen Hilfe Siri ein smarter Assistent wird; ähnlich wie Google Now
  • ML Schnittstelle CoreML steht auch Anbietern von Third-Party Application zur Verfügung
  • Integration von Metal 2 und H265
  • Apple Pay wird in iMessage integriert und ermöglicht das Versenden von Geld zwischen zwei Personen (Apple Pay ist nach wie vor NICHT in Deutschland verfügbar)
  • iCloud Synchronisation von iMessage inklusive End-to-End-Verschlüsselung
  • Siri bekommt durch „Deep Machine Learning“ eine „menschlichere“ Stimme
  • Die Kamera App verspricht eine bessere Komprimierung der Aufnahmen um Speicherplatz auf dem Gerät und in der iCloud-Fotomediathek zu sparen. Der Faktor soll 2 betragen
  • API-Schnittstelle der Kamera wird für Aufnahmen in Apps verbessert
  • Einstellung für Langzeitbelichtung in der Kamera App verfügbar
  • Control Center wird komplett redesigned und die Schaltflächen werden mit weitreichenderen 3D-Touch Funktionen ausgestattet sein. Zudem gibt es nur noch ein Fenster statt drei Fenstern (wie in iOS 9)

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  • Notification Center bekommt ebenfalls ein Neudesign
  • Die iOS Fotos App bekommt ebenfalls Deep Machine Learning für die Erzeugung von Loops bei Live Bildern
  • Bei Livebildern kann nun ein Bild ausgesucht werden, welches als Standard-Bild fungieren soll
  • Apple Maps bekommt Gebäudekarten für Shopping Malls und Flughäfen (leider nur acht amerikanische Städte zum Start verfügbar)
  • Geschwindigkeits- und Durchfahrtsbeschränkungen werden in Apple Maps angezeigt
  • Black Screen für die Navigation verfügbar um störende Benachrichtigungen auszublenden
  • HomeKit hat Lautsprecher als neue Kategorie
  • Augmented Reality wird mit der App ARkit integriert (soll nicht nur auf die aktuelle iPhone7/iPhone 7+ Generation beschränkt sein, wodurch das iPhone mit einem Schlag zur weltweit größten AR-Plattform wird

Die nun folgenden Änderungen von iOS 11 beziehen sich auf das iPad Pro und werden hier also gesondert aufgeführt

  • Notizen App kommt mit integriertem Dokumenten-Scanner inklusive Auto-Begradigungsfunktion
  • Ein Dock ist verfügbar und kann vielen verschiedenen Apps für einen Schnellzugriff bestückt werden
  • Neuer App Switcher, wird wie Expose´am Mac aussehen
  • Eigener Finder; der mehrere Ordnertiefen unterstützt und sowohl das iCloud Drive als auch DropBox und OneDrive integriert
  • Listenansicht und Icon View im Finder verfügbar
  • PDF lassen sich nun direkt mit iOS erstellen
  • Drag&Drop wird unterstützt; sowohl innerhalb von Split View als auch im App Switcher

Von tvOS, watchOS, macOS und iOS lassen sich ab heute für registrierte Entwickler die Beta laden. Allen anderen Interessierten steht die Public Beta ab Ende Juni zur Verfügung

Kommen wir also nun zur Hardware. Seit längerem wurde von Apple heuer die Veranstaltung zur Vorstellung neuer Hardware genutzt und diese hat es teilweise in sich. Ich fange einfach mal an

  • Neuer iMac Pro mit Touchbar Tastatur und Maus in Space Grey.

Er soll über Work Station Rechenleistung verfügen und wird mit einer Intel 8-Core Xeon CPU und der High End Grafikkartenlösung AMD Radeon Vega mit maximal 12GB VRAM ausgestattet sein.

Alternativ kann auch eine 10-Core Xeon CPU oder sogar eine 18-Core Xeon CPU geordert werden. Die Festplatte beträgt maximal 4TB als SSD und es lassen sich bis zu 128GB RAM einsetzen. Der iMac Pro verfügt zudem über vier Thunderbolt 3- (als USB-C-Schnittstelle natürlich) als auch über einen 10GB Ethernet-Port.

In der kleinsten Konfiguration mit der 8-Core Xeon CPU und 32GB RAM werden 4999,00$ fällig. Verfügbar ist der iMac Pro allerdings erst im Dezember  2017.

 

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Auch die „normalen“ iMacs haben ein durchaus umfangreiches Update bekommen.

  • 500 Nits helles Display
  • Kaby Lake CPU´s
  • Tunderbolt 3
  • größerer Farbraum

Der 21,5″ iMac ohne 4k zudem folgende Spezifikationen

  • max. 16GB RAM
  • Intel Iris Pro 640 (80% schneller als die Vorgänger-Generation)

 

Alle 5k 27″ iMacs haben nun die erweiterte P3 Farbraum-Darstellung. Zudem, je nach Modell eine AMD Radeon Pro 570, 575 oder 580. Die beiden erstgenannten GPU´s bieten 4GB VRAM und Radeon Pro 580 kommt sogar mit 8GB VRAM

Die im Herbst 2016 vorsgestellten neuen MacBook Pro und MacBook Pro m. Touchbar sowie das MacBook Air haben ein CPU U-grade auf Kaby Lake bekommen. Entgegen der Ankündigung hat Apple den Preis der MacBook Pro durch die Bank weg erhöht. Das finde ich absolut frech und steht in gar keinem Verhältnis. Lediglich das 13″ MacBook wurde um 300,00€ reduziert und liegt auf dem Niveau des 12″ MacBook. Bei dem kleinsten MacBook wurde ebenfalls Kaby Lake eingesetzt mit bis 1,3 GHz und der RAM kann auf maximal 16GB erweitert werden was einer Verdopplung der vorherigen Konfiguration darstellt.

Auch das iPad Pro wurde von Apple angefasst und erfuhr ein deutliches Upgrade.

Apple hat außerdem eine neue Größe eingesetzt bzw. ausgetauscht. Statt 9,7″ Diagonal bekommt man nun das „kleine“ iPad Pro mit 10,7″ Diagonale. Durch den 40% schmaleren Rahmen bleiben die Abmessungen des Gehäuses allerdings identisch. Das große iPad Pro bleibt mit 12,9″ unangetastet.

Die neuen iPad Pro bieten folgende Spezifikationen

  • A10x Chip mit insgesamt 6 Rechenkernen. 3 High-Speed Kerne und 3 High Effizienz Kerne mit insgesamt 30% mehr Rechenleistung gegenüber dem A9x Chip und integriertem M10 Motion Co-Prozessor
  • 12-Kern GPU mit 40% mehr Rechenleistung gegenüber dem Vorgänger
  • 12MP Kamera Sensor mit f 1,8 Blende
  • 7MP Frontkamera mit einer f2,2 Blende
  • USB-3 Support
  • Helleres Display mit 600 nits
  • HDR-Unterstützung
  • 120Hz Bildwiederholungsrate (ProMotion genannt)
  • Kürzere Latenzzeit des Apple Pencil von nur noch 20ms
  • Einstiegsmodell kommt nun mit 64GB
  • 512GB Speicher als High-End Modell
  • Leider auch deutlich teurer im Preis; geht nun ab 729,00€ los, für das Top-Modell mit 512GB Speicher und Cellular möchte Apple 1209,00€ haben

Die neuen iPad Pro können ab sofort bestellt werden und sollen ab KW 24 ausgeliefert werden.

Last but not Least hat Apple heute auch noch ein „One More Last Thing“ vorgestellt. Es gibt einen intelligenten Lautsprecher namens HomePod. Apple möchte nichts anderes als den Musikgenuss revolutionieren. Das wird aufgrund des Klangs ein ziemlich herausforderndes Unternehmen; haben doch Firmen wie Harman/Kardon, JBL, Bose, Yamaha, Denon und Sennheiser mehr als 70 Jahre Erfahrung im Bau von Lautsprechern….

Der HomePod kommt mit folgenden Spezifikationen

  • 7″ Höhe
  • A8 Chip
  • 7 Hochtöner
  • 4″ Subwoofer
  • 6 integrierte Mikrofone für die Steuerung mit „Hey Siri“
  • Überzug mit 3D Gewebe für bessere Akustik
  • in Schwarz und weiß verfügbar
  • Zugriff auf Apple Music und über 40 Mio Songs via Cloud
  • Zwei HomePod können als Sterep-Parr genutzt werden
  • Auch als zentrale HomeKit Steuereinheit nutzbar
  • 349,00$ (analog zum Sonos Play:3)
  • Leider erst 2018 in Deutschland verfügbar
  • Intelligente Raumanalyse

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Das war es erstmal von mir. Die Keynote dauerte insgesamt knapp zweieinhalb Stunden und war doch recht voll gepackt.

Habt Ihr die Keynote geschaut? Was hat Euch am Besten gefallen. Euer Feedback ist wie immer in den unten folgenden Kommentaren erwünscht.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

 

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3 Kommentare zu „WWDC 2017 oder auch ein „One More Last Thing“

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