Werbeanzeigen

hello again – oder auch immer weiter so

Hallo und willkommen,

wer von Euch freute sich nicht auf die Keynote vorgestern. Ich auf jeden Fall war durchaus gespannt, denn der Slogan für die gestrige Veranstaltung schien Großes zu versprechen…

Schließlich benutzte Apple das „hello“ schon einmal; nämlch 1984 zur Vorstellung des ersten Macintosh.

Somit hat Apple durchaus gewisse Erwartungshaltung geschürt…

Die Veranstaltung gestern ging ja durchaus etwas irritierend los. Denn es wurde sich noch einmal recht lange der Apple TV 4 gewidmet bzw. der neuen App „TV“.

Dort werden also zentral Dienste ohne deren spezifische Nennung gelistet. Ich würde gerne deutlich mehr darauf eingehen; leider ist diese Funktion aktuell dem heimischen Markt in den Staaten vorenthalten. Apple konnte gestern auch nicht sagen, ob und wann diese Funktion auch in Europa und im speziellen in Deutschland eingeführt wird.

Daher habe ich mich an dieser Stelle gegen eine ausführlichere Auseinandersetzung entschieden.

Kommen wir also nun zum Mac zurück; wobei es genauer gesagt hier explizit um die MacBook Pro´s geht.

Auch nach „einer Nacht drüber schlafen“ hinterlässt diese Keynote einen sehr zwiegespaltenen Eindruck bei mir.

in einem früheren blog habe ich ja meine persönliche „Glaskugel“ angeschmissen und es sind ein paar Dinge eingetreten, jedoch durchaus gänzlich anders als erwartet. Dies werde ich unter den unten genannten Gründen mit einfließen lassen

Das hat eigentlich 3 Hauptgründe, sowie einen beruflichen Grund bei mir:

  • USB-C Ports sowie ein nochmals dünneres Design waren durch das 12″ MacBook deutlich absehbar
  • mit Intel Skylake zwar aktuelle Architektur, die aber Anfang 2017 durch Kaby Lake wieder veraltet ist (Apple hatte mal eine lange Zeit ein Vorgriffsrecht bei Intel für solche Prozessoren)
  • Inkonsistente Entscheidungen bei den Anschlüssen

 

Beruflich gesehen, ist das neue Line-Up durchaus stark unübersichtlich geworden. Zudem kommen die merkwürdigen Entscheidungen bezüglich der Standardkonfiguration sowie der CTO-Auststattungen.

Beim Anschluss bemängel ich einfach den vorhandenen Klinkenstecker im Kontext mit dem iPhone 7. Apple sagt ja selbst, dass dieser Anschluss eigentlich antiquitiert sei. Deshalb ist er bei dem iPhone 7/ iPhone 7 Plus eben wegreduziert worden.  Um dem Kunden den Umstieg zu erleichtern, legt Apple ja da EarPods mit Lightning-Anschluss sowie einen Adapter von Lightning-auf-Klinke bei. Insofern wäre ein Lightning-Port an den neuen MacBook Pro m. Touch-Bar konsequent gewesen. So muss der User wieder zwei Kopfhörer mit unterschiedlichen Anschlüssen oder aber den Adapter mitnehmen. Wie man es auch dreht und wendet, es sind zwei Dinge mitzunehmen.

Und wo wir gerade davon sprechen, Apple wird seinem Ruf als Adapterfirma mehr als gerecht. Denn durch die ; zugebenermaßen durchaus konsequente Umsetzung des USB-C Ports der neuen Books, muss der Kunde nun eigentlich zwei zusätzliche Adapter/Kabel mitführen. Einen Multiport-Adapter um bestehende Peripherie weiter nutzen zu können (nicht jeder kann und will seine gesamte Peripherie nun auf USB-C umstellen; zumal der Markt das leider nicht hergibt und es natürlich eine zusätzlich extrem kostspielige Sache werden kann; das eventuelle Budget veranschlagen ja schon die neuen MacBooks. Dazu später mehr)

Das ist in meinen Augen definitiv nicht professionell und anwendergerecht. Bei dem kleinen 12″ MacBook lässt sich das durchaus verschmerzen, da es von vorneherein als ultramobiles Gerät designt wurde. Mit einem Gerät, welches im Idealfall für das Verdienen meines Lebensunterhaltes zuständig ist; eine große Kröte zum schlucken. Aufgrund meiner Erfahrungen im Einzelhandel befürchte ich fast, dass diese Kröte zu groß zum Schlucken werden kann…..

Dazu kommt durch diese Praxis die fehlende Innovation. Es ist doch mehr als nervig, jeden Morgen zu überlegen ob ich den richtigen Adapter eingepackt habe……

Nichtsdestotrotz ist USB-C in meinen Augen der nächste Standard, da er schlicht alle gängigen Anschlüsse in einem reversiblen Port vereint. Die Umstellung bleibt trotzdem schmerzhaft, teuer und zu hart in der Umsetzung

Das Highlight ist natürlich die Touch-Bar mit dem integrierten Touch-ID Sensor. Durch den Sensor kann man nun einfach durch Fingerscan den Benutzer wechseln, Online-Bezahlungen autorisieren oder aber Apple Pay freigeben.

Diese Leiste ist schwer einzuschätzen; jedoch schein Apple sich extrem viel davon zu versprechen. Schließlich wurde dieses Feature auch am längsten auf der Bühne behandelt. Auch zeigen Entwickler starkes Interesse; Microsoft hat schon ein entsprechendes Update von Office 2016 angekündigt.

Hoffentlich wird es nicht nur zum kurzen Hype wie bei Update von watchOS 3 und die Möglichkeit; native Apps für die Apple Watch anzubieten. Dies wird ja von vielen Entwicklern einfach nicht mehr wirklich konsequent verfolgt

 

Kommen wir zu den negativen Dingen der Keynote:

Da wäre natürlich einmal die Geschichte der Prozessoren zu nennen. Natürlich ist die  Kaby Lake Plattform von Intel noch nicht massenmarktfähig in der Herstellung. Andere Hersteller setzten aber zumindest teilweise diese Architektur in ihren Flagschiffen ein. Zudem gab es, wie weiter oben erwähnt, eine Art von Exklusivlieferungen von Intel für Apple im Bezug auf die neueste Chip-Plattform. Aus diesen Gründen kann ich die im Vorfeld durchaus ertwas berechtigen Erwartungen nachvollziehen.

Zum anderen ist da der Preis und die mehr als fragwürdige CTO-Gestaltung zu nennen. Das 15″ MacBook Pro war noch nie ein wirklich günstiges Vergnügen, doch hier schießt Apple den Vogel ab. Profis wollen unter Garantie eine 512GB SSD haben, den die Arbeit mit Final Cut Pro X und Motion erzeugt riesige Datenmengen im Output und die Datenmenge im Input sollte ja auch über die interne Platte erfolgen. Natürlich kann man Datenmengen von extremer Größe auch über externe Lösungen einspielen. DIes passiert ja teilweise auch schon. Nur reden wir hier von mobilen Geräten; potenzielle Kunden wollen damit ja auch unterwegs arbeiten, schneiden etc. pp.

Für diese Leute ruft Apple dann einfach mal 3199,00€. In dem Fall wird der Kunde sicherlich nochmal aufrüsten, um einfach eine möglichst große Zukunftsfähigkeit zu haben. Das bedeutet; die 1TB SSD für 480,00€ sowie für die Radeon 460 mit 4GB RAM nochmals 120,00€ anzuwählen. Bedeutet in Summe 3799,00€. Also ein Aufpreis von knapp 36% gegenüber dem Vorgängermodell. Natürlich kam das Vorgängermodell auch nur mit 512GB SSD, allerdings war da auch der Einstiegspreis bei „nur“ 2799,00€

Dann kamen noch Eindrücke rein, das bei den neuen MacBook Pro m. Touch-Bar wohl nur die beiden Ports an der linken Seite mit voller Geschwindigkeit arbeiten sollen.

Für das Gebotene in Summe einfach kein Preis-Leistungsverhältnis mehr.

Man hat zwar nun etwas mehr individuellere Auswahl bei Speicher und Grafik, setzt bei Chip-Plattform aber „Bewährtes“ ein und „nötigt“ den Kunden zum Kauf diverser Adapter. Das hat mich persönlich sehr enttäuscht, da ich gerne ein 15″ MacBook für die Foto- und Videobearbeitung sowie das größere Display habe. Für meine Software Photoshop, Affinity Foto und diverse andere Sachen war die dedizierte Grafikkarte schon eine große Erleichterung. Zudem war es auch eine gewisse Voraussetzung, um eine möglichst langfristige Nutzung sowie einen guten Wiederverkaufspreis ermöglichen zu können.

Diese Zielgruppe hat Apple seit gestern zum Abschuss freigegeben.

Das Apple zwar das MacBook Air 13″  mit der letztmaligen Aktualisierung von März 2015 drinlässt  und dafür aber das 11″ rauswirft, mutet marketingstragetisch seltsam an. Es ist somit kein MacBook mehr für die „magische“ 1000,00€ Grenze im Angebot.

Die Casual-User mit dem Hobby der Bildbearbeitung werden ebenfalls sehr ratlos zurückgelassen. Die waren durchaus am 13″ MacBook Pro Retina interessiert; jedoch war auch bei dem Early 2015 Modell der Preis eine recht hohe Hürde. Die werden sich nach der gestrigen Veranstaltung vollkommen alleine gelassen fühlen.

Wenn es also bei den Pro-Konsumenten bei dem 15″ MacBook Pro m. Touch-Bar schwer fällt, dieses Gerät für 2700-3400€ zu kaufen, wie muss sich dann der Casual Nutzer vorkommen?

Das MacBook ohne Touch-Bar kostet nun 1699,00€, bietet dafür aber auch nur zwei Ports. Gegenüber dem alten, zwar absolut antiqitierten MacBook Pro 13″ m. CD-Laufwerk, ein satter Aufpreis von 500,00€!!

 

Quasi als Pedant bleibt da nur das 13″ MacBook Pro m. Touch-Bar übrig. Hier ist der Preissprung zwar nicht ganz so exorbitant, was im Preis von 1649,00€ (MacBook Pro Retina Early 2015 m. 256GB SSD) begründet liegt. Trotzdem sind da die 250,00€ durchaus sportlich. Ob solch potenziellen Kunden gewillt sind, hardware-technisch für Standardkost 2000,00€ auszugeben bleibt hier abzuwarten. Noch düsterer sieht es da an der Front der 15″ MacBook Pro m. Touch-Bar aus….

Damit möchte ich nun mein Fazit einleiten

Mehr denn je ist unter der Ägide von Cook Apple unter klarem Zugzwang. Die Vorstellung lässt treueste Stammkunden sehr ratlos und uninspiriert zurück. Undurchsichtige Preise der Hardware, etwas unklares Line-Up sowie sehr merkwürdige CTO-Optionen. Ferner fehlte mir gestern zum ersten Mal die Innovation und der Mut zu etwas wirklich Neuem. USB-C-Ports als Revolution zu verkaufen ist eigentlich etwas armselig, da die Ports ja schon im 12″ MacBook zu finden sind. Die Touch-Bar muss ihr Potenzial erst noch zeigen; was auch Ihr größtes Manko ist.

Zudem sind die Entscheidungen bezüglich der eingesetzten Hardware zwar durchaus in Ordnung; nur bei solchen Preisen ist es für den Kunden durchaus schön zu wissen, dass man mit Kaby Lake die aktuellste Chip-Plattform implementiert hat.

In meinen Augen erlebte das MacBook Pro 2012 mit der Einführung des hochauflösenden Retina-Display seine letzte Innovation bzw. damit setzte Apple das letzte Mal einen Benchmark für die gesamte Industrie. Erst seitdem bieten auch andere Hersteller wirklich konsequent höhere Auflösungen an. Zuvor war es das Aluminium-Unibody Design, welches ein neues Qualitätsmerkmal im Bereich der Verarbeitung setzte…..

Passenderweise fand die Innovation einen Tag vorher in New York von einer kleinen Firma aus Redmond statt. Die Idee des Surface Dial ist so genial wie außergewöhnlich.

Ob es sich durchsetzen kann, ist abzuwarten. Trotzdem zeigt es gerade für Pro-User eine völlig neue Art und Möglichkeit der Interaktion mit einem Computer auf.

Für mich jedenfalls haben Apple und Microsoft aktuell die Rollen vertauscht. Ein Umstand den ich mir vor 4 Jahren sicherlich nicht zu erträumen gewagt hätte.

Alles in allem ein Update, welches durchaus nicht schlecht ist, aber wo ich jetzt tatsächlich das erste Mal für niemanden eine unbedingte Empfehlung aussprechen kann. Lässt man die Touch-Bar einmal weg, haben wir für wenige Neuerungen einen saftigen Preisaufschlag bekommen.

Die neuen MacBook werden weltweit gesehen natürlich von genügend Kunden gekauft werden. Bei den treuen Stammkunden, die seit knapp 10 Jahren oder länger dabei sind, würd eich meine Hand für einen Neukauf nicht unbedingt ins Feuer legen wollen

Ich werde mir die neuen MacBooks definitiv mal ansehen, jedoch mein geplanter Kauf eines neuen 15″ MacBook Pro ist nach der letztem Keynote unsicherer denn je geworden.

Was haltet Ihr von den neuen MacBook Pro m. Touch-Bar? Euer Feddback ist wie immer in den Kommentaren erwünscht.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

EDIT: der Link sowie der dazugehörige Artikel für das Surface Dial stammen von heise online

 

 

 

 

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Powered by WordPress.com. von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: