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Mein neues iPhone 7 Plus

Willkommen zu einem neuen blogbeitrag meinserseits.

Zuallererst bitte ich um Entschuldigung, dass es etwas ruhiger auf dem blog ist. Wie Einige von Euch wissen, habe ich ja noch einen richtigen Beruf (da geht man so richtig arbeiten mit Arbeitsplan und so 😀 ) und dort ist es aufgrund von personellen EngpĂ€ssen gerade sehr stressig.

Nichtsdestotrotz will ich hier mein Review  des neuen iPhone 7 Plus mit Euch teilen.

Einige aufmerksame Leser wissen vielleicht, dass ich gerade erst letztes Jahr von einem iPhone 5S (das meiner Meinung nach eines der besten Designs hat und unglaublich edel wirkt) zu einem 6S gewechselt bin. Der 4″-Screen war mir leider einfach zu klein geworden. Nun bin ich also von ursprĂŒnglich 4″ ĂŒber 4,7″ noch mal eine GrĂ¶ĂŸe nach oben auf 5,5″ geklettert.

Warum dieser Wechsel von 4″ auf 5,5″ nicht schon letztes Jahr von mir vorgenommen wurde. Nun ganz einfach; die „alten“ Plus-Modelle boten als reinen Mehrwert (DisplaygrĂ¶ĂŸe ausgenommen) eben nur einen optischen Bildstabilisator, kurz OIS genannt, an. Da ich wenig Videos mit meinem iPhone mache, sondern nur Fotos war es schlicht und ergreifend nicht interessant fĂŒr mich im letzten Jahr auf ein iPhone 6S Plus umzusteigen. Ganz anders die Situation beim aktuellen iPhone 7 Plus. Die Doppel-Kamera ist meiner Meinung nach ein absoluter Game-Changer und wird Smartphone-Fotografie; vor allem mit dem Potrait-Modus unter iOS 10.1, noch einmal auf ein komplett anderes Niveau heben. Daneben gibt es noch ein weiteren Hardware-Grund fĂŒr mich. NĂ€mlich der eliminierte Kopfhörer-Anschluss.

Das iPhone 7 Plus m. 128GB Speicher in mattschwarz wurde von mir im Rahmen einer VVL bei der Deutschen Telekom erworben (zu Preisen, die ich hier nicht nennen möchte) und bei einer Bestellung am 12.09.2016 am 30.09.2016 geliefert.

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An dieser Stelle erstmal vielen Dank, dass die Lieferung recht zeitnahe geklappt hat. Leider sind ja viele Vorbesteller des neuen iPhone 7 Plus nach wie vor nicht beliefert worden.

Diese Situation ist fĂŒr mich nur schwer nachvollziehbar, da wir ja mittlerweile den neunten iPhone-Release haben und es jedes Jahr eigentlich die gleichen Schwierigkeiten gibt. Die GrĂŒnde dazu sind sicherlich mannigfaltig; jedoch wĂŒrde ich die Frage dahingehend stellen wollen, ob es sinnvoll ist bei jedem neuen iPhone-Release noch mehr LĂ€nder in die Erst-Auslieferung aufzunehmen. Dieses Mal waren es lt. Keynote ja 28 LĂ€nder….

Wie dem auch sei, ich habe also nun das iPhone seit knapp 2,5 Wochen im alltÀglichen Betrieb und bin ehrlich gesagt wirklich positiv angetan und begeistert.

Nachfolgend will ich Euch ein Überblick ĂŒber die aus meiner Sicht wichtigen Dinge geben, StĂ€rken und auch eventuelle SchwĂ€chen des iPhones herausarbeiten sowie ein Fazit ziehen.

Das zunĂ€chst Offensichtliche ist die Verpackung, welche auch in diesem Jahr unspektakulĂ€r, aber effizient und funktional daher kommt. Eine schlichte Schachtel aus weißer und behandelter Pappe sowie dem Aufdruck der entsprechenden Farbe (Einzig die iPhones in Diamantschwarz kommen in einem schwarzen Karton, der zugegebenermaßen doch noch ein bisschen edler und sexier wirkt) eingewickelt in Folie. Hier sehen wir allerdings schon ein erstes geĂ€ndertes Detail, welches einmal mehr zeigt, wie detailverliebt Apple sein kann.

Die Folie hat auf der Unterseite eine Lasche mit dessen Hilfe Ihr kinderleicht die Folie vom Karton abziehen könnt. Die vorherigen Generationen waren noch in Folie quasi eingeschweißt welche mithilfe einer Schere, Cuttermesser oder Ă€hnliches eingeschnitten werden musste. Eine große Erleichterung in meinen Augen und endlich so 2016.

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Nach dem Auspacken und dem Anheben des Kartondeckel seht Ihr eine weiße Mappe und nachdem Anheben der Mappe kommt endlich das neue iPhone zum Vorschein.

Darunter hat sich ebenfalls noch einmal die Anordnung der Zugaben geĂ€ndert. Wo vorher eine „Dreiteilung“ von Lightning-Kabel, USB-Poweradapter und EarPods herrschte, sehen wir heute nur noch den USB-Poweradapter sowie die neuen EarPods mit Lightning-Anschluss (Auch darĂŒber mehr etwas weiter unten).

Ein ganz wichtiges Detail muss hier erwÀhnt werden; wenn Ihr die herausgenommen EarPods umdreht so findet Ihr darunter den Adapter von Lightning auf Klinke!

Beim ersten Herausnehmen musste ich schon ein wenig schlucken; „Man, das Ding ist einfach riiiiiiiieeeeeeesig“.

Verarbeitungstechnisch bewegen wir uns hier allerdings wieder auf allerhöchstem Niveau, so wie ich das von Apple auch kenne. Keine Spaltmaße zu erkennen, da klappert und wackelt auch  nichts. Auch die Ausbohrungen der verschiedenen Öffnungen sind sauber gearbeitet und ohne irgenwelche Krate.

Von der Farbe ist das mattschwarz ein klarer Sprung nach vorne im direkten Vergleich mit dem Space-Grey der VorgĂ€nger. Das Farbdesign ist einfach einheitlich und somit harmonischer. Zudem ist das mattschwarz einfach verdammt edel und sexy zugleich in meinen Augen. Sehr schön ist nun auch das Design der Antennen bei meinem Modell gelöst; da ist mit bloßem Hinschauen nichts erkennbar. Erst bei ganz genauem Hinsehen offenbart sich die leicht geĂ€nderte Farbe der Antenne.

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HÀtte auch durchaus schon so Àhnlich bei den iPhone 6 und iPhone 6S Modellen sein können.

Das iPhone wurde von mir in den DFU-Mode versetzt um die aktuellste Software aufzuspielen und anschließend erfolgte die ĂŒbliche Prozedur. Die grundsĂ€tzliche Einrichtung war wie gewohnt und somit auch gewohnt einfach.  Dementsprechend will ich da nicht weiter darauf eingehen, zumal sich diesbezĂŒglich fĂŒr den optimalen Vorgang auch in dem Beitrag zu iOS 10 ein Hinweis befindet. iOS 10 ist dort ebenfalls entsprechend unter die Lupe genommen worden.

In der Ersteinrichtung fĂ€llt Euch allerdings der neue Home-Button auf. Wo Ihr vorher nun richtig heruntergedrĂŒckt habt; ist es nun unnachgiebig. Das GefĂŒhl eines DrĂŒckens wird Euch durch die neue Taptic Engine suggeriert. Die ist unter dem DIsplay an den Home-Button quasi „angekoppelt“ und gibt Euch eine Vibrationsfeedback, was sich eben wie ein DrĂŒcken anfĂŒhlt. Ihr könnt zwischen drei IntensitĂ€ts-Stufen fĂŒr das taktile Feedback auswĂ€hlen.

Die Bedienung ist anfangs etwas ungewohnt; man findet sich allerdings super schnell ein und will nach kurzer Zeit eigentlich kein iPhone mit einem mechanischen Home-Button mehr. Denn das fĂŒhlt sich irgendwie an als wĂŒrde man dort ins Bodenlose drĂŒcken.

Vereinfacht gesagt ist dort eine Schwungmasse zwischen mehreren mechanischen Federn eingebaut. Wenn Ihr nun also nun fester drauf tippt, erkennt das die Software und sorgt dafĂŒr, das sich die Federn mit einem einzelnen Stoß an- und entspannen und somit ein taktiles Feedback wiedergeben können. Im Prinzip die gleiche Technik wie bei dem Force-Touch Trackpads aller neuen MacBooks ab Mitte 2015 (Ausnahme das MacBook Air). Dadurch konnte nun die ursprĂŒngliche Konstruktion mit seiner Feder (welche gerade bei frĂŒheren Modellen regelmĂ€ĂŸig nach gewisser Zeit seinen Dienst versagte) entscheidend verbessert werden. Eine clevere Ingenieurleistung; welche natĂŒrlich zusĂ€tzlich zur IP67-Zertifizierung beitrĂ€gt.

Überhaupt erfuhr die Taptic Engine eine komplette Überarbeitung. Sie ist nun in der Lage nochmals exakter und vor allem prĂ€ziser zu arbeiten. Das bemerkt Ihr beim Herunterziehen Eures Notification-Centers. Sobald die Leiste vollstĂ€ndig nach unten gescrollt ist, vernehmt Ihr ein ganz feines und subtiles taktiles Feedback. Als ob Euch das Notification-Center Euch sagen will: „Ich bin nun unten angestoßen bzw. am Ende angelangt“. Das Gleiche passiert natĂŒrlich auch mit dem Control-Center oder auch in Apple Mail. Eine sinnvolle und nĂŒtzliche ErgĂ€nzung innerhalb der 3D-Touch-FunktionalitĂ€t.

SelbstverstĂ€ndlich wurde auch, wie ĂŒblich, das Display ĂŒberarbeitet. Laut Apple soll es 25% heller sein; bietet nun 625  cd/mÂČ. Allerdings wird man das nur bei direkter Sonneneinstrahlung bei aktivierter „Auto-Helligkeit“ feststellen können. Da wir ja auch seit knapp zwei Wochen ein eher betrĂŒbliches Wetter haben, konnte ich das noch nicht fĂŒr Euch testen. Zudem wurde nun der digitale Farbraumstandard P3 mit ĂŒbernommen; wodurch Farben nochmals lebendiger, frischer und farbechter dargestellt werden. Ein Unterschied ist schon auszumachen; welcher aktuell aber nicht so gravierend ausfĂ€llt wie es vielleicht den Anschein hat.

UnberĂŒhrt bliebt allerdings die Pixeldichte von 401ppi, welche mehr als ausreichend ist. Ihr könnt mit bloßem Auge, selbst bei nĂ€herer und durchaus intensiverer Betrachtung keine einzelnen Pixel erkennen. Eine höhere Auflösung wĂ€re ganz nett gewesen, auch unter dem Umstand des Ingenieurpornos, effektiv aber nicht notwendig. Wie gesagt; ist im normalen Betrieb alles scharf und keine Treppchenbildung erkennbar. Schließlich wollen mehr Pixel auch entsprechend durch den Akku befeuert werden und AkkukapazitĂ€t war ehrlicherweise noch nie eine Glanzdisziplin der iPhones.

Akku ist ein hervorragendes Stichwort, da ich nun zum ersten Mal wirklich begeistert bin.

Und was soll ich da sagen; zum allerersten Mal komme ich regelmĂ€ĂŸig mit einer RestkapazitĂ€t von 30-45% nach einem 13-stĂŒndigen Tag am Abend heim. So habe ich mir das, ehrlich gesagt, auch schon beim iPhone 6S gewĂŒnscht. Ich komme nun ohne Probleme ĂŒber meinen Tag, welcher als durchaus intensiv zu bezeichnen ist. Dazu gehören zwei Stunden Musik hören ĂŒber Bluetooth mit dem Bose QC 35, Apple Watch natĂŒrlich in Benutzung, E-Mail-Empfang mit sechs Mail-Adressen, twittern, Instagram, Nachrichtenkonsum ĂŒber Focus, Flipboard etc., ca 25-50 iMessages sowie 20-45 Min. durchschnittliche Telefonie. Mit dem iPhone 6S wurde es hinten raus zum Abend stets etwas eng. Mit dem 7 Plus ist definitiv noch ein Abstecher nach der Arbeit mit Freunden ins CafeÂŽoder ins Kino ohne Sorge nach einem schlappmachenden Akku drin!

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DafĂŒr sind zwei Dinge hauptverantwortlich. Der grĂ¶ĂŸere Akku ist natĂŒrlich dafĂŒr sehr zweckdienlich und ein Grund der verbesserten Akkulaufzeit. Die Hauptleistung in Sachen Akkulaufzeit wird allerdings vom neudesignten Apple A10 Fusion Chip sowie dem M10 Motion Co-Prozessor getragen. Erstmals in der Geschichte des iPhones setzt Apple hier auf einen Dual-Dual-Core Chip bzw. 4 Rechenkerne in zwei cluster aufgeteilt in der big.LITTLE-Architektur von ARM. Konkret haben wir also vereinfacht gesagt zwei Paare, welche als jeweilige Dual-Core CPU zusammengefasst sind. Das eine Paar arbeitet als Hochleistungs-Chip mit einer irrwitzigen Taktrate von 2,34GHz und das andere Paar ist ein extremst energiesparendes Paar mit einer geschĂ€tzten Leistung von irgendwas um die knapp 1,5 GHz. Dazu war leider nirgends eine Information zu recherchieren..

Das Ganze wird von einem eigens entwickelten und designten Controller flankiert. Dieser schaut zusammen mit dem iOS, welche Rechenleistung nun gerade im Moment benötigt wird. Das bedeutet also; dass Ihr im normalen Betrieb mit E-Mails-checken, Anrufen oder iMessage schreiben immer den energiesparenden Dual-Core Prozessor verwendet. Bei leistungsintensiven Aufgaben wie 3D-Games zocken, 4k-Videos aufnehmen oder Ähnliches aktiviert das System vollautomatisch den Hochleistungschip. Ein cleveres und geniales Prinzip; welches allerdings von anderen Herstellern schon vorher verwendet wurde. Trotzdem ist hier, wie so oft, eine bestehende Technik von Apple aufgegriffen und entscheidend verbessert worden. Das Ganze wird von 3 GB Arbeitsspeicher (im iPhone 7 sind es 2GB RAM) flankiert, welche ein effektiveres Multitasking erlauben. Dadurch mĂŒssen Webseiten weniger oft nachgeladen werden, was natĂŒrlich auch Datenvolumen spart und das Multitasking nochmals geschmeidiger laufen lĂ€sst.

Diese Kombination sorgt dafĂŒr, dass das iPhone abgeht wie das berĂŒhmte ZĂ€pfchen. Solch eine absurd hohe Leistung habe ich bisher noch bei keinen Smartphone messen können. Das iPhone 7 Plus ist knapp 40% schneller als der direkte VorgĂ€nger, das iPhone 6S mit dem A9 (welcher jetzt  auch nicht durch schwache Performance aufgefallen ist), und sogar doppelt so schnell wie das iPhone 6. Die Top-Android Smartphones Samsung Galaxy S7, das nicht mehr verfĂŒgbare Samsung Galaxy Note 7, OnePlus 3 und das noch nicht erhĂ€ltliche Google Pixel bekommen im Single-Core eine richtiggehende Klatsche und selbst im Multi-Core ist da kein Stich zu bekommen. Sogar die MacBook Airs mit der Intel i5 Chip-Plattform und dem deutlich höheren RAM werden vom A10 Fusion regelrecht deklassiert.

Auch der Grafik-Chip hat eine massive Aufbohrung erfahren,  er ist nÀmlich 50% schneller als im iPhone 6S und sogar dreimal so schnell wie im iPhone 6. Durch das neuartige und kleinere Chip-Design wurde trotz gesteigerter Leistung der Akkuverbrauch gesenkt, was ebenfalls, wie oben schon angerissen, der Laufzeit zu Gute kommt.

Kurzum lĂ€sst sich sagen,  iPhone 7 und iPhone 7 Plus sind die definitiv schnellsten aktuell verfĂŒgbaren Smartphones im gesamten Markt. Diesen Titel wird Apple wohl  voraussichtlich bis zum nĂ€chsten „Samsung Galaxy S-irgendwas Unpacking Event“ im FrĂŒhjahr verteidigen können.

Trotz der immensen Power sind mir unter iOS 10.0.1 und 10.0.2 kleinste Microruckler aufgefallen. Das liegt meiner Meinung nach an den verschiedenen API-Schnittstellen, welche noch nicht sauber den Controller im A10 Fusion ansteuern können. Es wirkt immer so als ; könne die Firmware noch nicht sauber entscheiden welche der beiden Dual-Core Chips angesteuert werden sollen. Das ist unter iOS 10.0.2  allerdings deutlich besser geworden. Ich gehe allerdings davon aus, dass dieser Umstand mit dem ersten großen iOS 10 Update auf iOS 10.1 gefixt wird. Das ist nichts dramatisches, ich wollte es aber trotzdem erwĂ€hnt haben.

Ferner sind iPhone 7 und iPhone 7 Plus nun nach dem Industrie-Standard IP67 wasser- und staubresistent.

Das ist eine industrielle Klassifizierung und sagt aus, dass das iPhone nun ein SĂŒĂŸwasserbad in einer maximalen Tiefe von 1m bei einer maximalen Dauer von 30 Min. ĂŒberlebt. Apple selbst allerdings hat trotz dessen jegliche Garantie bezĂŒglich FeuchtigkeitsschĂ€den ausgeschlossen. Ein Umstand welche auch andere Hersteller von diversen Smartphones mit Ă€hnlicher oder gleicher Klassifizierung so handhabten.

Einen Beitrag dazu leistet laut Apple leistet dazu der wegrationalisierte Klinkenstecker, was ja einen regelrechten Medien-Tsunami auslöste.

Das Ganze wurde meiner Meinung nach heißer gekocht es tatsĂ€chlich war. Am Ende des Tages haben die Wenigsten von Euch einen wirklich hochwertigen Kopfhörer an einem iPhone genutzt; und schon gar nicht mit einem hochwertigen Mobile-DigitalverstĂ€rker.

Wenn Ihr Ehrlich zu Euch seit, habt Ihr die EarPods (welche qualitativ zu den deutlich bessern Zugaben zu zĂ€hlen sind) oder bei Verlust irgendwelche 9,99€ Billig-Strippen vom Supermarkt genutzt…..

Zudem mĂŒssen wir uns einmal kurz die Funktionsweise der Klingenstecker anschauen. Im Endeffekt war er nichts anderes als ein Digital-auf-Analog-Umwandler. Damit wurde nun Folgendes gemacht: Eure digitale Musik (ob nun gespeicherte MP3, nahezu verlustfreies AAC oder gestreamte Musik) auf Eurem digitalen GerĂ€t mit VERLUST in ein analoges Signal umzuwandeln um es dann anschließend mit einem zumindest vernĂŒnftigen Kopfhörer wiederzugeben. Also nĂŒchtern betrachtet eine ziemlich sinnfreie Methode der Audio-Wiedergabe :-D.

Zudem ist der Anschluss gute 100 Jahre alt und somit durchaus aus mal Zeit fĂŒr was Neues. Die Entscheidung ist zwar somit durchaus mutig, jedoch auch nachvollziehbar. Denn der Markt der drahtlosen Bluetooth-Kopfhörer (hier verweise ich noch mal auf mein ausfĂŒhrliches Review zum Bose QC35) hat in den letzten zwei Jahren einen enormen Schub in Sachen Auswahl, QualitĂ€t und neuen Technologien erfahren.

Apple erzwingt hier lediglich eine noch stÀrkere Forcierung der technologischen Entwicklung auf diesem Gebiet.

Persönlich begrĂŒĂŸe ich diese Entscheidung durchaus. Zudem verfĂŒgen heute nahezu alle neuen Fahrzeuge ĂŒber entsprechende Bluetooth-Schnittstellen im Bord-Entertainment-Sytem. Bei Ă€lteren Fahrzeugen können bei Bedarf entsprechende Bluetooth-EmpfĂ€nger angesteckt oder preiswert entsprechende Radios mit Bluetooth-Schnittstelle nachgerĂŒstet werden. Also kann ich auch dieses Totschlag-Argument nicht gelten lassen.

FĂŒr die ganz „Ängstlichen“ unter Euch legt Apple ja einen entsprechenden Adapter von Lightning auf Klinke bei. Der Schmerz bei Verlust hĂ€lt sich ebenfalls in Grenzen, da sich der Adapter zumindest fĂŒr Apple-Untypisch preisgĂŒnstige 9,00€ nachkaufen lĂ€sst.

Kommen wir also nun zum absoluten Highlight des iPhone 7 Plus; nÀmlich der Dual-Kamera.

Beide Linsen haben unterschiedliche Brennweiten und unterschiedliche Blenden. Die iSight-Kamera, welche sich auch im iPhone 7 befindet; ist ein  Weitwinkelobjektiv mit 28mm Brennweite. ZusÀtzlich ist noch ein Teleobjektiv mit 56mm Brennweite verbaut. An der eigentlichen Auflösung von 12 MP hat Apple nichts geÀndert. Auch die 4k-Videofunktion ist gleich geblieben.

Wie oben bereits angemerkt; haben beide Kameras unterschiedliche Blenden. Die Hauptkamera (also das Weitwinkelobjektiv) kommt mit einer lichstarken f/1,8 Blende. Das VorgÀngermodell bot hier eine f/2,2 Blende an. Somit ist die iSight-Kamera deutlich lichtempfindlicher, was also durch die höhere Lichtempfindlichkeit mehr Details mit geringerem Lichtrauschen ermöglicht. Soweit so gut.

Leider hat das Teleobjektiv eine Blende von nur f/2,8 bekommen was ich sehr schade finde. Somit wird ein detailreiches Bild im optischen Zoom bei nicht idealen VerhÀltnissen durch die deutlich geringere Lichtempfindlichkeit deutlich erschwert. Meiner Meinung nach hÀtte da durchaus eine f/2,2 Blende verbaut werden können. Das bedeutet nicht, dass der optische Zoom dann unbrauchbar ist; man muss aber durchaus ein bisschen experimentieren mit dem richtigen Winkel usw.

Der „optische“ Zoom wird dadurch ermöglicht; indem das iPhone mit beiden Linsen jeweils ein Bild aufnimmt (da unterschiedliche Brennweiten zugrunde liegen, werden eben auch unterschiedliche Winkel aufgenommen) und ĂŒbereinander gelegt. Das Ergebnis ist aber nicht minder beeindruckend. So werden im optischen Zoom, bei guten Lichtbedingungen, auf beeindruckende Art und Weise SchĂ€rfe, Dynamik und Kontraste eingefangen. Werden die Lichtbedingungen allerdings schwieriger, so macht sich das unmittelbar durch ein stĂ€rkeres Rauschen bemerkbar. Hier wird der f/2,8 Blende Tribut gezollt.

SeiÂŽs drum denn die Dual-Kamera ist trotzdem ein absolutes Highlight fĂŒr mich:

Trotz diesem Manko ermöglicht das iPhone 7 Plus eine unglaubliche Detailtreue beim optischen Zoom. Im direkten Vergleich mit einem iPhone 6S Plus mit digitalem Zoom lassen sich beim identischen Foto mit dem iPhone 7 Plus deutlich schĂ€rfere und somit detailreichere Bilder schießen. ZusĂ€tzlich kann man hierbei eine bessere Farbtreue erkennen; beim direkten VorgĂ€nger ließ sich ein leichter Blaustich ausmachen.

Diese Technik ist bei Weitem nicht neu; jedoch wird auch hier wieder die FÀhigkeit zur deutlichen Verbesserung seitens Apple sichtbar. Zudem ermöglicht diese Technik einen 10-fachen digitalen Zoom; beim iPhone 7 haben wir maximal einen 5-fach Digital-Zoom.

Bei beiden GerĂ€ten wiederum ist allerdings der neue  4-fach LED-Blitz dabei. Somit wird in der Blitzfunktion eine nochmalig feinere und ausgewogenere Beleuchtung ermöglicht. Somit erreicht man eine natĂŒrlichere Ausleuchtung von Gesichtern und die Kamera ist deshalb in der Lage, bei flackernden Lichtquellen gegenzusteuern.

All diese FĂŒlle an Funktionen muss natĂŒrlich irgendwie verarbeitet werden. Zum ersten Mal in einem iPhone setzt Apple hier einen eigens entwickelten ISP (Image Signal Processor) ein; welcher in der Lage ist; pro Bild 100 Mrd. Informationen zu verarbeiten. Aufgrund dessen ist es nun auch endlich möglich native RAW-Fotos aufzunehmen.

Das bedeutet zunÀchst einmal, dass bei der Aufnahme durch die Sensoren wirklich alle Informationen aufgenommen und gespeichert werden und der Sensor keine Vorabbearbeitung vornimmt.  Dies bedeutet im Detail; dass nun mit den aufgenommenen Fotos eine ganz andere Art und QualitÀt der Nachbearbeitung möglich ist. Gerade mit Adobe Lightroom lassen sich hier bei der Nachbearbeitung  der Fotos im Bereich der Helligkeit und Dynamiken noch eine Menge an Details herausholen.

Zusammenfassend lĂ€sst sich hier sagen, dass wir hier, wie jedes Jahr ĂŒblich, im aktuellen Modell die beste Kamera in der iPhone-Historie haben. Allerdings lĂ€sst sich hier auch schon ein deutliches Drosseln in der Entwicklungsgeschwindigkeit feststellen; die SprĂŒnge zum Vorjahres-Modell sind zwar da, in einigen Bereichen auch recht deutlich wie dem optischen Zoom im iPhone 7 Plus, jedoch nicht mehr so eklatant wie zwischen 2010 – 2014. Das liegt allerdings auch in der Konstruktion aktueller Smartphones begrĂŒndet. Durch den Schlankheitswahn muss immer mehr in die Forschung der verschiedenen Kamerasensoren investiert werden um „physische“ Nachteile auszugleichen. Dieses PhĂ€nomen kennen wir ja auch schon von Lautsprechern, gute BildqualitĂ€t braucht, genauso wie gute SoundqualitĂ€t, eigentlich Platz.

Ebenfalls hat die FaceTime-Kamera eine weitere Überarbeitung erfahren, welche leider etwas unterging. Endlich ermöglicht die FaceTime-Kamera auch 1080p in der Videofunktion; was bedeutet, dass Ihr endlich FaceTime- und Skype-Chats in Full HD durchfĂŒhren könnt. Da ist Apple endlich im Jahr 2016 angekommen. Ferner wurde natĂŒrlich auch eine etwas bessere Blende eingebaut und die Auflösung auf 7MP aufgewertet.  Die Blende hat einfach eine höhere Lichtempfindlichkeit fĂŒr Eure Selfies und  minimiert somit das typische Rauschen.

Last but not least wurde auch Hand an den Multimedia-QualitĂ€ten angelegt. Wir haben nun einen Stereo-Lautsprecher verbaut sowie zum ersten Mal ein iPhone mit 256Gb SpeicherkapazitĂ€t. Der Stereo-Lautsprecher macht einen recht guten Job wobei in der Abmischung deutlich zu hören ist; dass der Lautsprecher in der Hörmuschel da grundsĂ€tzlich eher fĂŒr die mittigen und höheren Frequenzen zustĂ€ndig ist und der untere Lautsprecher dann bevorzugt fĂŒr die tiefen Töne genutzt wird. Ein nettes Gimmick und sicherlich ein Gleichziehen zu anderen Herstellern. Ich persönlich habe eigentlich noch nie ĂŒber den Lautsprecher meines iPhones Musik ausgegeben, weil es meiner Meinung  ziemlich affig ist und ich eh immer Kopfhörer dabei habe. Als Radio fĂŒr die Morgentoilette aber natĂŒrlich ein klarer Fortschritt :-).

Passend zu dieser Maximal-Ausstattung an Features hat Apple endlich das 16GB-Modell beerdigt und an dessen Stelle das EinstiegsgerÀt mit 32GB ausgestattet. Hier gab es aber verschiedene Testberichte wonach der Speicher im 32GB-Modell gerade einmal halb so schnell ist wie im 128- und 256GB Modell.

Und ich kann das Gekreische diesbezĂŒglich nicht mehr hören….

Das liegt darin begrĂŒndet, als dass Apple exakt die gleiche Strategie wie bei den iPad Pros fĂ€hrt und da war es komischerweise eben kein so großes Problem (Murmeltier, ick hör Dir trapsen).

Also habt ihr Apple im Endeffekt eine Legitimation gegeben, auch so bei den neuen iPhone 7 Modellen zu verfahren. Zudem ist meiner Meinung nach ein Modell mit 32GB (zumal im Auslieferungszustand eben nur knapp 27GB frei sind und Ihr mindestens 2,5GB frei lassen solltet fĂŒr Updates Eurer Apps und des Betriebssystems) aufgrund der wirklich guten Foto- und Videofunktionen nicht ausreichend; eine Minute 4k Video vebraucht knapp 380MB Speicherplatz. Solltet Ihr dann noch Musik mit mind. 256kbit/s sowie ein paar Spiele wie Angry Birds oder auch Facebook (welche eigentlich von Apple aus dem App-Store verbannt werden sollte) installieren könnte es recht schnell knapp werden. Also gönnt Euch von vornherein gleich das Modell mit 128GB. Damit erĂŒbrigt sich dann eben auch die Diskussion mit den Zugriffszeiten des Flashspeichers.

Das diese Vorgehensweise ein leichtes „GeschmĂ€ckle“ hinterlĂ€sst, steht aber außer Frage. Mittel- und langfristig könnte dies dem Image von Apple durchaus Kratzer hinzufĂŒgen.

Telefonieren lĂ€sst sich mit dem iPhone ĂŒbrigens auch. Meine GesprĂ€chspartner habe ich grundsĂ€tzlich immer klar und deutlich verstanden und umgekehrt. Sicherlich gibt es Smartphones die da noch mal besser sind, das mag ich nicht abstreiten. FĂŒr mich allerdings sind die Telefonie-QualitĂ€ten gut!

Die Empfangsleistung ist mehr als ordentlich; jedoch nicht herausragend. Die Verbindung zum Netz wird da grundsĂ€tzlich konstant gehalten, VerbindungsabbrĂŒche konnte ich nur im Zug auf extrem lĂ€ndlichen Strecken feststellen. Da verlieren aber auch andere Smartphones die Verbindung zum Netz. Also in meinen Augen eine grundsolide Leistung; auch wenn hier durchaus eine höhere Empfindlichkeit der Antennen und des GSM-Chips von Vorteil wĂ€re….

Kommen wir also nun zum Fazit

Zusammenfassend lĂ€sst sich wieder einmal sagen, dass das iPhone 7 Plus das beste iPhone aller Zeiten ist. Die VerarbeitungsqualitĂ€t ist hervorragend, die Leistung des A10 Fusion hebt Smartphone-Chips auf ein völlig neues und eigentlich irrwitziges Level und die Dual-Kamera macht bei vernĂŒnftigen LichtverhĂ€ltnissen wirklich Spass und erlaubt neue, kreative AnsĂ€tze. Zudem wird mit iOS 10.1 ja auch noch der Portrait-Modus nachgeliefert. Dazu gibt es noch mal einen separaten blog, sobald das Feature verfĂŒgbar ist. BegrĂŒĂŸenswert ist außerdem das Re-Design des Homebuttons sowie die ĂŒberarbeitete Taptic Engine, welche auch wesentlich tiefer in das User-Interface von iOS eingebunden ist.  Schön ist auch das neue „mattschwarz“ als Farboption. Die Farbe lĂ€sst das iPhone sehr edel aussehen. Zudem sind die Antennenstreifen deutlich zurĂŒckhaltender ins GehĂ€use integriert worden und ermöglichen somit einen „cleaneren“ Look.

Das diamantschwarz ist in meinen Augen allerdings extrem hĂ€sslich; es lĂ€sst durch die Hochglanz-Optik eine, zu einfache, Assoziation zu Hochglanz-Plastik zu. Ferner sieht man da wirklich JEDEN Fingerabdruck und man ist eigentlich nur stĂ€ndig am Putzen. Zudem ist die Farbe super kratzanfĂ€llig; was ja auch Apple selbst durch den Hinweis zum Tragen einer SchutzhĂŒlle zugegeben hat. Aber da sind ja die GeschmĂ€cker Gott sei Dank verschieden; und das ist ja auch gut so 😉

Das iPhone 7 Plus bekommt von mir durchaus eine Kaufempfehlung wenn Ihr von einem Ă€lteren Modell wie dem iPhone 5S oder dem iPhone 6/6 Plus upgraden wollt, Ihr viel mit Eurem Smartphone fotografiert und ein großes Display bevorzugt, Ihr Euer Sparbuch plĂŒndern wollt oder eine aktuelle VVL Eures Mobilfunkvertrages wie in meinem Fall möglich ist.

Durch die geĂ€nderten Speicherausstattungen sind die iPhones trotz marginalster Preiserhöhung auch noch mal gĂŒnstiger als die direkten VorgĂ€nger bei Marktstart.

Ein „Must-Have“ Upgrade von einem iPhone 6S/6S Plus ist das iPhone 7/ 7 Plus allerdings nicht, da auch diese iPhones nach wie vor eine gute Rechen- und Kameraperformance sowie eine aufgewertete FaceTime Kamera mit 5MP haben. Unterm Strich haben wir es mit einer Evolution statt einer Revolution zu tun.

EDIT: Das viel beschworene und durchaus auch selbst gehörte „Fiepen“ in youtube-Videos bzw. „Hiss-Gate“ ließ sich bei mir wĂ€hrend der letzten knapp dreid Wochen nicht reproduzieren, obwohl ich durch die Telekom ein GerĂ€t aus der ersten verfĂŒgbaren Charge bekam. NatĂŒrlich werde ich weiterhin ein Auge (oder eher ein Ohr) auf die Angelegenheit haben!

Wie ist Eure Meinung? Habt Ihr ein Upgrade vorgenommen; und wenn ja, welches iPhone habt Ihr genommen? Eure Antworten könnt Ihr wie immer in den Kommentaren da lassen.

MachtŽs gut uns bis zum nÀchsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

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