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Hallo iOS 10 und tschüss iOS 9

Hallo iOS 10 und Tschüss iOS 9

Hallo und herzlich willkommen zu diesem neuen Beitrag.

Ja ich gebe es zu; ich gehöre zu denen, die direkt immer am Release-Day die aktuellste Software aufspielen. No Risk, No Fun eben.

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht aber bevor Ihr das Update anschmeißt; befolgt bitte folgende Regel:

Wenn Ihr ein Major-Release als Update aufspielen wollt (wie von 9.3.5 auf iOS 10) macht bitte zuallererst ein iCloud-BackUp. Diese hat den Vorteil, dass nur Eure persönlichen Daten gesichert werden und keine iOS Software-Fragmente.

Anschließend schließt Ihr Euer iPhone an iTunes an und klickt auf Wiederherstellen.

Was passiert dadurch nun? -> Euer iPhone wird komplett formatiert und die iOS-Software wird vom Apple Server runter geladen und anschließend frisch und sauber auf Euer iPhone gespielt.

Dadurch könnt Ihr natürlich Wiederherstellungsfehler durch fehlerhafte Downloads super einfach verhindern und habt die Gewissheit einer aktuellen Datensicherung, falls doch was schiefgehen sollte. Ebenfalls verhindert Ihr Problematik von alten und fehlerhaften iOS-Software-Fragmenten früherer iOS-Versionen.

Ihr solltet diesen Vorgang immer beherzigen, im Fall der Fälle schlaft Ihr also wesentlich ruhiger.

Kommen wir nun also zu iOS 10 und der erschlagenden Fülle an neue Funktionen. Ich werde versuchen mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Natürlich werde ich versuchen, Euch die Vorteile aber auch die Nachteile, sofern es welche gibt, zu  nennen.
Nach dem erfolgreichen Update fallen Euch die zwei wesentlichsten Veränderungen auf. Das „Slide-to-Unlock“, welches Euch seit Eurem ersten iPhone begleitet hat, ist verschwunden.

Zudem wurde das Mitteilungscenter im Startbildschirm komplett überarbeitet und mit deutlich mehr Interaktionsmöglichkeiten versehen.
Dadurch holt iOS massiv zu Android auf und an einigen Stellen wird Android sogar überholt.
Auch das Control-Center wurde komplett neuentwickelt.

Statt dem bekannten Wischen auf dem Startbildschirm müsst Ihr jetzt einfach auf den Homebutton klicken. Das Feature ist super praktisch, allerdings nur wenn Ihr ein iPhone mit integriertem Touch-ID-Sensor (iPhone 5S oder höher) Euer Eigen nennt; denn damit schaltet Ihr das Display nicht nur an, sondern entsperrt eben auch das iPhone. Um allerdings nur mit dem aufgelegten Finger den Bildschirm zu entsperren, müsst Ihr noch mal in die Einstellungen unter Allgemein -> Bedienungshilfen -> Home-Taste -> „Zum Öffnen Finger auflegen“ auswählen.
Bei einem iPhone 5 oder 5C kann es sehr nervig werden, da Ihr euren Daumen dann wieder vom Homebutton zurück auf das eigentliche Display bewegen müsst um eben manuell Euren Entsperrcode einzutippen.

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Solltet Ihr Push-Notification angestellt und von Euren diversen Social-Networks, News-Feeds etc. Benachrichtigungen erhalten haben, sehen Diese nun auch neugestaltet und verändert aus. Sie haben nun die Form von einem Widget (Apple nennt es nun treffenderweise auch „widgets“) und bei einem Antippen habt Ihr nun verschiedene Möglichkeiten dazu.

 

Sehr angenehm ist es nun, direkt mit aktiviertem Lock-Screen beispielsweise auf tweets oder iMessage antworten zu können.
Unter iOS 9 konnte es zwar angeklickt werden, jedoch wurde dann immer die betreffende App aufgerufen und man musste das iPhone trotzdem immer entsperren. Das ist für mich nun ein umheimlich gesteigerter Work-Flow und sehr produktiv für mich. Der Harken ist allerdings, dass es aktuell noch recht viele Apps gibt, deren Push-Notification das nicht unterstützen. Das ist insofern recht unverständlich für mich als das es ja dieses Mal sogar eine recht lange Public-Beta-Testphase gab.
Sei es drum.

Ebenfalls neu ist das Aufrufen der Kamera aus dem Lock-Screen sowie das geänderte Control-Center.
Unter iOS 9 und den davor liegenden iOS Versionen hattet Ihr unten recht im Bildschirm ein kleines Kamera-Icon welches nach oben gezogen werden musste. Mit iOS 10 wischt Ihr nun einfach von rechts nach links um die Kamera zu starten. Sehr praktisch wie ich finde.

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Neuer Lockscreen – Aufruf der Kamerafunktion

Direkt im Lock-Screen lässt sich auch das Control-Center aufrufen; welches einen sehr ambivalenten Eindruck auf mich macht.
Sehr schön zu sehen, dass 3D-Touch nun auch hier integriert worden ist (Ihr könnt beispielsweise die Helligkeit der Taschenlampe in drei verschiedenen Modi aktivieren).

Allerdings fällt mir hier sehr negativ auf, dass die „Schalter“ für Flugzeug-Modus, W-Lan, Bluetooth und Rotationssperre nun farbig und somit gefühlt irgendwie quietschig-bunt geworden sind.

Irgendwie so ein bisschen manga-mäßig und so design- und farbtechnisch überhaupt nicht konsistent mit dem Rest von iOS 10.

Sehr merkwürdig, Sir Ive.
Ebenfalls durchaus umkomfortabel ist das Aufsplittern des Control-Centers in drei „Bildschirme“, wobei hier nur explizit die Funktion der Musik-App zu nennen ist.

Das ist insofern etwas umständlich, als das an die Stelle des kleinen Musik-Players nun die Nightshift-Funktion getreten ist. NightShift ist bei mir automatisiert und für mich keine ständige Einblendung wert.
Gut gelungen ist allerdings die schnelle Auswahl der Audioausgabequelle.

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Ansicht zur Auswahl der Audioausgabequelle

Auf der dritten Seite werden die Homekit-Geräte angezeigt, was wiederum extrem komfortabel gelöst ist. Übrigens ist die gesamte HomeKit-App im iOS meiner Meinung nach wesentlich besser und komfortabler als alles bisher Dagewesene im Appstore……

Wie Ihr bereits merkt, ist der Startbildschirm die größte und wesentlichste Änderung in iOS 10. Nichtsdestotrotz hat sich im Menü noch einiges geändert und Apple legte auch „unter der Haube“ stark Hand an.

Mit „Unter der Haube“ ist gemeint; dass Apple es nun mal nach längerer Zeit dafür sorgt, dass iOS 10 auch auf älteren Geräten wie dem iPhone 5S beispielsweise erstaunlich flüssig und smooth läuft. Ebenfalls ist der Akkuverbrauch optimiert worden, was ja durchaus als Achillesferse von iOS bekannt ist/war.

Kommen wir nun zu den Verbesserungen, die sich im alltäglichen Umgang mit iOS bemerkbar machen.
Da müssen wir natürlich zuallererst iMessage nennen. Apple macht iMessage wesentlich interaktiver, sozialer und steigert den Work-Flow. Den kann Apple dadurch steigern, dass Ihr nun, ohne zu auf die Weltkugel zu tippen, simultan in zwei Sprachen schreiben könnt. Also in Deutsch und Englisch beispielsweise, was mir das „In Kontakt bleiben“ mit meinen internationalen Freunden deutlich erleichtert.
Die verbesserte Interaktion gelingt durch das Einbinden gewisse Effekte um Euren Nachrichten Effekten zu verpassen. Das und natürlich die zusätzlich installierbaren Stickers, Emoticons und Emojis geben Euch die Möglichkeit, eure Chats wesentlich besser und individueller auf euren Gesprächspartner zuzuschneiden.

Dafür hat Apple sogar eine eigene Sektion innerhalb des Appstore freigeschaltet.

Allerdings versteckt sich hier ein ziemlich fieses Foul von Apple. Um die Effekte in iMessage nutzen zu können, müsst Ihr darauf achten, dass die folgende Einstellung „Bewegung reduzieren“ ausgeschaltet ist. Damit geht allerdings das ultranervige Hinein- und Hinauskommen  in die Apps sowie der gefürchtete Parallax-Effekt auf dem Home-Screen einher.

Sorry Apple, aber Ihr meint das doch nicht ernst und ich könnte dabei echt kotzen. Ich möchte eben keine bewegten Apps auf meinem Home-Screen haben; jedoch trotzdem die neuen Features nutzen. Und Apple sagt dann einfach, friss oder stirb. So macht man sich keine Freunde, Apple. UPDATE: In der Beta von iOS 10.1 ist es in den Einstellungen wohl möglich beides zu separieren. Sollte es also auch im offiziellen Release von iOS 10.1 drin sein, werde ich diesen Absatz entsprechend korrigieren.

Endlich haben wir nun auch eine HomeKit-App in iOS. Apple zeigt auch hier gleich mal zu Beginn wo der Hammer hängt. Denn die App ist super einfach zu bedienen, sie zeigt Euch alle HomeKit-kompatiblen Geräte an und ermöglicht somit in einer simplen Art und Weise das Verändern der Einstellungen oder das Setzen neuer Automationen.

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Auch die Musik-App in Kombination mit Apple Musik wird komplett redesignt. Wobei ehrlich gesagt, dass Neudesign bitter notwendig war. War Apple Musik in iOS 9 total überladen, überfrachtet und extrem unübersichtlich, so wurde das User-Interface deutlich entschlackt und angenehmer gestaltet.
So lässt es sich nun einfacher unterscheiden, was Eure lokale Musik auf eurem iPhone und was nun Apple Music und Beats Radio ist.

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Was mir ebenfalls gut gefällt ist die Möglichkeit das Startmenü in der Musik-App anpassen kann bzw. nicht benötigte Optionen ausblenden zu können.

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Das Abrufen der Song-Texte ist ganz nett aber nicht essentiell wichtig für mich. Trotzdem schön, darauf zugreifen zu können.

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Take a Look around – Limp Bizkit

 

Kommen wir noch einmal zu 3D-Touch. Wie oben schon angedeutet, kann man darüber eben im Lock-Screen mit den Notification interagieren, aber auch alle Screens im normalen Home-Bildschirm unterstützen nun 3D-Touch.

Ihr könnt nun so ganz einfach Eure Apps teilen, die angelegten Ordner umbenennen oder auf zusätzliche Auswahlmöglichkeiten im angezeigten Quick-Menü zurück greifen. An dieser Stelle sein es erwähnt, dass das Quick-Menü des Einstellungs-Icon nun auch endlich den Direktzugriff für „Mobile Daten“ ermöglicht.

 

Zum Abschluss schauen wir uns nun noch die Foto-App und die Karten App an. Auch hier hat Apple um umfassende Umbauarbeiten vorgenommen.
Die Foto-App analysiert nun Eure Aufnahmen automatisch nach Metadaten.
Es werden nun im Bereich Andenken versucht, Eure Fotos anhand verschiedener Kriterien automatisch zu sortieren. Das können Urlaube sein, auf Metadaten basierend Eure besten Aufnahmen oder mithilfe der Gesichtserkennung Eure Portraits.

In der Karten-App fallen Euch sofort das geänderte Layout auf. Die Adresseingabe ist nun nach unten gewandert. Durchaus sinnvoll ist die Einbelundg der Temperatur an Eurem lokalisierten Standort.

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Ansonsten kann ich da jetzt nicht besonderes feststellen; wenn ich ehrlich bin.

Im Großen und Ganzen bin ich durchaus sehr zufrieden mit dem Update von iOS 10. An verschiedensten Stellen wurde Hand angelegt, die Performance beibehalten und auf älteren Geräten spürbar verbessert. Die weitere Integration von 3D-Touch wurde vorangetrieben und an bisherigen Stellen sinnvoll ersetzt. Dazu gehört beispielsweise auch ein automatischer „Darkmode“.  Einzig und alleine die Tatsache, dass bestimmte Einstellung wie das Aktivieren/Entsperren des Displays mit Auflegen des Fingers erst im Nachhinein aktiviert müssen nervt. Der Bug bezüglich der ganzen Animationen in iMessage habe ich ja auch ausreichend thematisiert.

Wie findet Ihr das Update? Was sind Eure Highlights in iOS 10? Euer Feedback ist wie immer in den Kommentaren unter dem Blog erwünscht,

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, euer Patrick

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2 Kommentare zu „Hallo iOS 10 und tschüss iOS 9

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